Orte der Liebe

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Heiligtümer dieser Welt

Heiligtum

Wege zum Sein

Im Heiligtum preisen wir alle Leiblichkeit, weil alles Leben ein körperliches Werden ist, in dem allein die Belebung der Welt besteht und die Teil an einem göttlichen Sein hat. Das Lebende selbst, also auch der Mensch, indes wird in jedem Augenblick seiner Existenz nur durch das Zusammenspiel der daran beteiligten einzelnen Glieder bewirkt. Hierzu formt sich die Energie des göttlichen Seins, das wir in personalisierter Form Göttin nennen, zur allgemeinen Lebenskraft. Das Göttliche aber spiegelt sich in der Schönheit allen Werdens, den Körpern, der Lust und Liebe und dem Glück. Zu ihm und dessen Sein findet der Mensch daher ausschließlich über seine Leiblichkeit zurück, durch ein leibliches Gebet, mit dem er in der Vereinigung mit anderen dem Göttlichen dient, indessen nicht im Geiste, noch weniger im Tod, wie in den Grundaussagen des Heiligtums der sieben Göttinnen niedergelegt.



Hinweis


Eine alphabetische Zusammenfassung der Grundaussagen des Heiligtums finden sich im

Lexikon zum Heiligtum der Sieben Göttinnen

sowie dem

Glossar zum Lexikon

Häufig gestellte Fragen / Frequent Asked Questions beantwortet im Unterblog Heiligtum der Sieben Göttinnen FQA die Virtuelle Priesterin Lea

Übersicht häufig gestellter Fragen / FAQ


Freitag, 13. August 2010

Die Liebe der Göttin ist leiblich

Aus der Predigt des TdW zum höchsten Tag der Göttin am 16. Juli

Liebe Freundinnen und Freunde im Gebet!

Die einigende Kraft der Liebe
Die Liebe stand seit je im Zentrum der Menschen und der meisten ihrer Versuche, sich das Leben zu erklären. Das ist bis heute so geblieben. Denn die Menschen fühlten stets, dass sie etwas zusammenhielt oder zusammen brachte, eine Idee oder eine Kraft oder irgendetwas anderes, das sie, aber nicht weniger die gesamte Natur, in ihrem Streben zu einer Gemeinsamkeit verband. Wir wissen heute, dass ohne dieses Streben, mit anderen zusammen etwas Gemeinsames zu bewirken, schon die einfachsten Stufen der belebten Welt nicht möglich wären. Dieses Streben ist aus der Sicht der Strebenden weit schwerer zu bestimmen, als aus der Sicht des Angestrebten und hierdurch Bewirkten, gibt doch das Bewirkte in unserem rationalen Denken dem Streben in der rückwärtigen Betrachtung einen Zweck und ein Ziel, während der Strebende subjektiv nur das Empfinden des aufeinander und zueinander gerichteten Bewegens erlebt, deren Ziele und Zwecke viele und vielfältig sein können.

Die Liebe ist wie das Leben nicht virtuell und dennoch allgemein
Dort, wo Leben erstmals entstand, als Zellen sich teilten und ihre Teilung aufeinander abstimmten, sich eine Gemeinsamkeit derart einstellte, dass sie verbunden sind, um etwas zu bewirken, und als Zellen begannen, sich auch Aufgaben zu teilen und zu einem Gemeinsamen zusammenzuwachsen, spätestens da kam die Liebe in die Welt. Denn die Liebe ist im Kern dasjenige, was Einzelnes im Leben mit anderem Einzelnen verbindet. Ihre Kräfte wirkten schon lange, bevor Lebewesen entstanden, die mit einem Bewusstsein ausgestattet waren. Doch die eigentliche Liebe, wie wir sie kennen und meinen, konnte sich erst entfalten, als Lebewesen die Fähigkeit erlangten, sich ihres Lebens bewusst zu werden und in ihrem Bewusstsein auch die Leben verbindende Kraft als Liebe zu spiegeln. Dennoch ist die Liebe als dasjenige, was Einzelne veranlasst, sich in bestimmter Weise mit anderen zu verbinden, eine objektive Erscheinung, die losgelöst von ihrer Wahrnehmung (im Bewusstsein) existiert. Sie ist eine Eigenschaft des Lebens, zu dem alle lebenden einzelnen Wesen gehören, so auch die Menschen. Nur das Leben ist allgemein, alles andere, vor allem seine Spiegelungen im Bewusstsein sind singulär, vereinzelt. Die scheinbar kollektive Wahrnehmung der Spiegelungen im Bewusstsein, ihre intellektuelle Verarbeitung und ihre Mitteilung unter den Menschen (und anderen Wesen) schaffen nur eine virtuelle Welt. Virtuell ist eine Welt, die vom Willen der an ihr Teilnehmenden abhängt etwa in der Weise, dass die dort als real angenommenen Dinge nur durch übereinstimmendes Verhalten der daran Beteiligten zustande kommen. Für den Einzelnen ist diese Unterscheidung weniger bedeutsam, als sie scheint. Ob er gegen einen zweifelsfrei realen Felsen anrennt, oder aber gegen eine Menschenkette, die sich zu bilden abgesprochen hat, um den Einzelnen nicht passieren zu lassen, macht keinen Unterschied für das Ergebnis. Bedeutsam indessen ist die Unterscheidung in der sozialen, also gesellschaftlichen Einbindung. Denn das Virtuelle bedarf der steten Bildung durch den Vollzug der sich hierauf beziehenden Information der daran Beteiligten, der Aufforderung, tue das, was zu tun du unterrichtet bist! Das unterscheidet das Reale vom Virtuellen und das Einzelne vom Allgemeinen. Das was virtuell als reales Allgemeines unterstellt wird, bedarf stets des Vollzugs und der Bewirkung durch die daran teilnehmenden Einzelnen. Diese aber können sich auch immer anders verhalten, als abgesprochen oder verlangt oder erwünscht. Somit sind beim Virtuellen stets auch moralische Ansprüche inmitten, die der Pflicht, das Verlangte oder Versprochene zutun, und die der Bedrohung, wenn man seine Pflicht nicht erfüllt. Das Leben indessen ist dem gegenüber ein reales Allgemeines, in das die einzelnen Wesen, so auch der Mensch, eingebunden sind. Das Leben war schon vor dem einzelnen Menschen da, als Mutter und Vater ihn empfingen und zeugten, und es wird nach ihm da sein, wenn er selbst Kinder geboren oder gezeugt hat, in denen das Leben weiterhin ist, ohne dass es auf sein eigenes Leben noch ankäme. Das Leben ist das Allgemeine, dem der Einzelne entstammt. Das Leben des Einzelnen selbst ist ein Einzelnes, in dem es ständig die Voraussetzungen, es aufrechtzuerhalten selber schaffen muss. Die einzige Form, am allgemeinen Leben bewusst teilzunehmen, ist es, sich mit den anderen in der Findung des Allgemeinen Lebens zu verbinden.

Die Bewusstwerdung der verbindenden Kraft der Liebe
Die Liebe ist dem Leben als Kraft zu Eigen, das Einzelne mit anderem Einzelnen zu verbinden, wodurch das Leben selbst als Realität entsteht. Ohne dass Einzelnes zur Vereinigung mit anderem Einzelnen strebt, könnte von ihnen gemeinsam nichts bewirkt werden. Es würden keine Zellverbände entstehen, keine Organe und keine Organismen, kein Blatt, kein Halm, keine Mücke und kein Mensch. Das ist elementar. Die Liebe, die das Einzelne auf das von ihm mit anderen gemeinsam zu Bewirkende hin ausrichtet, ist unverzichtbar, mehr noch, sie ist das Eigentliche des Lebens. Betrachtet man das Leben, dann findet man die so zusammenwirkenden einzelnen Teile und Organismen und die ihnen zugrunde liegende Information, der zu entnehmen ist, was ein jedes Teil zu tun hat, dass das Leben entsteht. Bleibend und beständig und damit unsterblich ist allein die Information, nicht bleibend, vorübergehend und sterblich ist das Bewirkte, dessen Prozess man auch als Werden umschreiben kann. Jedes Einzelne, auch der Mensch, ist nur etwas Bewirktes und damit Sterbliches. Die Kraft des Bewirkenden aber, die die Information, wie sie etwa in den Genen aufgeschrieben ist, im Verhalten des Einzelnen umsetzt, die ist das Leben und die Eigenschaft, die sich die Einzelnen zum gemeinsamen Bewirken verbinden lässt, ist die Liebe. Auch auf dieser Ebene des Lebens kann schon das stets werdende Einzelne als etwa Virtuelles beschrieben werden, denn in jedem Augenblick hängt es davon ab, dass alle beteiligten Einzelnen, wie die Zellen, sich auch so verhalten, dass der Einzelne wird und für einen einzigen Augenblick auch ist, bevor der nächste Augenblick kommt und auch jetzt alle Beteiligten ihre erforderlichen vorgesehenen Beiträge leisten. Wir haben es aber aus Gründen der Darstellung vorgesehen, nur dann von virtuellen Formen sprechen, wenn die zur Bildung des Bewirkens (und des Werdens) erforderlichen Beiträge der Beteiligten bewusst erfolgen. Denn für den Menschen hat die Bewusstwerdung dieser Vorgänge für alle weiteren Formen menschlichen Zusammenlebens die wichtigste Bedeutung. Mit der Bewusstwerdung der das Leben eines Einzelnen bewirkenden Vorgänge wurde die Möglichkeit geschaffen, dass das Einzelne wiederum selbst in den ihn schaffenden Vorgang eingreift. Dies wurde möglich, weil das Bewusstsein nicht nur die das Einzelne bewirkenden Vorgänge bewusst machte (spiegelte), sondern auch die Tatsache der Bewusstwerdung selbst wieder bewusst machte und so fort (sich spiegelnde Spiegelungen). Damit wurde sich der Mensch auch der die Einzelnen zu einem gemeinsamen Bewirken zusammenfügenden Lebenskraft, mithin der Liebe bewusst. Dies galt auch für die Verknüpfungen, die die Natur in ihrer Evolution bereits genetisch geschaffen hat und die Grundlage für die Vermehrung waren. Hierin liegt die enge (bewusste) Verknüpfung des Sexuellen mit der Liebe begründet. Entsprechendes gilt aber auch für die weiteren elementaren Formen des Zusammenlebens wie bei der Sorge für die Kinder. Nicht anders verhielt es sich mit den Trieben. Auch sie sind von der Natur bereits konditioniert, bewusst geworden spiegelt sich ihr Zusammenwirken mit dem Belohnungs- und Bestrafungssystem im Menschen, dem Wohl- und Übelempfinden. Die Wahrnehmung der Liebe indessen war von weitreichender Bedeutung, erlaubt sie dem Menschen doch einen Blick in das Lebensgeheimnis und zeigte ihm die Kraft, wie die Götter über die Liebe die Menschen und alles verbanden, damit Leben sein kann.

Die Liebe ist allein durch jeden einzigen Leib in der Welt
Die Kraft des Zusammenführens, die Leben erst entstehen lässt, als Liebe dem Menschen bewusst geworden, ist eine Eigenschaft des allgemeinen Lebens und damit auch die des Lebens eines jeden einzelnen Menschen. Sie steht notwendigerweise im Zentrum des Prozesses seines Werdens, der in jedem Augenblick, solange er den vorgegebenen Informationen gemäß abläuft, den Menschen erzeugt und damit Teil des Lebens werden lässt. Am stärksten erfährt der Mensch sie dort, wo die Natur sie unmittelbar mit dem Leben verbunden hat, wie im Geschlechtlichen im Hinblick auf die Vermehrung. Der Mensch ist sich aber ihrer darüber hinaus bewusst und gestaltet mit ihr nicht weniger die virtuelle Welt. Denn auch das Zusammenwirken mit anderen Menschen, um aufgrund gemeinsam vorliegender Information (durch Absprache oder infolge sonstiger Motivation) zusammen ein Gemeinsames zu bewirken, ist nicht anders möglich, als durch die Kraft des Lebens, das Einzelne mit anderen Einzelnen zu verbinden. Nichts lag daher näher, als diese Leben bildende Kraft selbst zur Grundlage ihrer nunmehr bewussten Anwendung zu machen bis hin zur moralischen Extremforderung, wie liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Ebenso nahe liegt die theologische Annahme, dass sich in der Liebe das Göttliche selbst äußere, dass Gott die Liebe ist (Deus caritas est). Denn nur durch die Liebe kann Leben entstehen, nur wenn sich das Einzelne zum Gemeinsamen in der vorgesehenen Form findet. Deswegen blicken wir in der Liebe tatsächlich dem Göttlichen in die Augen – soweit das Leben es wiederum erlaubt. Denn der Rahmen, den uns das Leben ermöglicht, ist nicht frei. Nur innerhalb dieses Rahmens können wir lieben und Leben nach der Liebe gestalten. Den Rahmen aber bilden die Informationen, die jedem Werden zugrunde liegen, wie vor Allem die genetischen. Dazu gehört auch der Weg, wie die Informationen das Leben als Allgemeines und damit auch das einzelne Leben eines jeden Einzelnen werden lassen. Grundlage ist somit stets das Leben des Einzelnen, so wie jeder sich seiner selbst bewusst ist. Im Bewusstsein eines jeden Einzelnen treibt die Göttin ihre Frucht in Form der Liebe, der Wahrheit und des Glücks. Das heißt, die Liebe kommt in die –virtuelle- Welt unserer Gesellschaften ausschließlich durch den Einzelnen als Ausdruck der Kraft des sich in jedem Einzelnen niederschlagenden allgemeinen Lebens. Keine Liebe ist in der Welt, die nicht in einem Einzelnen wäre. Der sich selbst bewusste einzelne Mensch aber ist eine seelisch-körperliche Einheit, die durch das Werden in jedem Augenblick seiner Existenz erzeugt ist. Somit ist auch die Liebe nur durch diesen jeweils einzigen Leib in der Welt. Die Liebe ist die Kraft, die den Einzelnen leiblich werden lässt, sie wirkt aber nirgendwo anders als dort im Einzelnen, nicht anders als Leben nur jeweils in jedem Einzelnen ist und sonst nirgendwo. So hat die Göttin der Welt die Liebe gebracht, ansonsten ist sie nur bei ihr.

Rückkehr zur Leiblichkeit der Liebe
Die Liebe aber wurde in vielen eurer Kulturen entleiblicht und dem Einzelnen als das allein ihm Eigene scheinbar entwunden. Die Liebe wurde vergewaltigt und zu einer gegen den Menschen gerichteten Waffe geschmiedet. Dies geschah durch den Sündenfall des Idealismus, der das Einzelne durch das angeblich reale Allgemeine der Begriffe ersetzte, den Hilfsdienst zur Hauptsache und die Hauptsache, den Menschen, zum Hilfsdienst degradierte, das Virtuelle zum Realen erhob und das einzelne Reale zum Virtuellen und damit der Macht anderer und deren Bedürfnisse unterwarf. Losgelöst von der leiblichen Existenz eines jeden Menschen aber wird die Liebe zu einer Geißel, da sie wie alles Abstrakte an der Beliebigkeit der Worte und der Begriffe teilhat. Die Liebe als Abstraktum ließ sich beliebig gegen das Leben der Individuen richten, als Liebe zum Regenten und Führer, zum Volk oder einer Klasse, als Liebe zu einer Idee, selbst als Liebe zu Gott. Die Liebe als Absolutes hat sich von ihrem Inhalt längst befreit, das Leben durch Zusammenführung des Einzelnen mit anderem Einzelnen zu schaffen. Nunmehr konnte man sogar mit der Liebe begründen, konkretes Leben, also das Leben Einzelner, zugunsten allgemeiner Begriffe zu opfern! Die Begriffen eigentümliche Neigung zur Perversion erweist sich kaum deutlicher: ideologisch bezwecken Begriffe zumeist das Gegenteil dessen, was als Inhalt sie vorzugeben scheinen. Alles Abstrakte neigt zur Entartung, denn ihm fehlt die Verbindung zum Einzelnen, doch nur dort ist das Leben, sind die Liebe und die Wahrheit. So wie man kein einziges Lebensmittel unabhängig vom konkreten Verzehr trennen kann, verhält es sich auch mit der Liebe. Nur in der leiblichen Existenz eines jeden Einzelnen gründet die Liebe und nirgendwo anders und niemals im Allgemeinen. Deshalb, liebe Freundinnen und Freunde im Gebet, finden wir uns zum Dienst an unserer Göttin hier zusammen, um gemeinsam zu ihr zu beten, auf dass sie uns ihre Liebe in jedem von uns offenbare. Denn es war die Göttin, die die Kraft des Lebens in Form der Liebe in die Welt brachte, als sie sie befruchtete, so dass erstmals tote Masse sich organisierte und hieraus das erste Leben entstand, nicht ohne dass die Kraft des Lebens in Form der Liebe das eine Einzelne mit dem anderen verband. Diese Kraft ist seither in der Welt. Sie erlebt und erfahrt ihr seither als Liebe allein in euch. Denn diese Kraft ist ein Teil der Göttin, die sie nur im Lebenden wirken lässt. Jeder, der behauptet etwas anderes sei die Liebe, der verleugnet die Göttin. Die Göttin ist die Liebe, Gott ist die Liebe, nichts Göttliches ist ohne sie. Im Menschen findet ihr sie allein im Leben und damit allein in seinem Leib. Deswegen beten wir auch mit den Leibern zur Göttin statt nur mit Worten, Begriffen und anderen Symbolen.

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