Dienstag, 17. November 2009
Glück jenseits der Natur
Wenn ihr aber meint, ihr könntet das Glück einfach dadurch greifen, dass ihr versucht, es nicht zu verlieren, wenn ihr es nur schafft, die Zone der Indifferenz zwischen Glück und Unglück festzuhalten, dann werdet ihr sehr schnell weit darunter landen und im Trüben nahe dem Unglückspol treiben. Nichts anderes wird geschehen, wenn ihr euch irgendwelcher Mittel bedient, euren Körper zu überlisten, dass der Pegel eures Bewusstseins zum Glückspol hinstrebt, auch hier werdet ihr weit unten euch wiederfinden, statt in der Höhe, wo euch das Glück leuchtet. Mehr noch, das Band, das euren Pegel stets, sobald ihr nur nachlasst zu streben und zu wollen, zurück ins Unbehagen zieht, wird trefflich trainiert durch alle Versuche, euren Körper auf dem Weg zum Glück hin zu überlisten. Nichts stärkt seine Kraft mehr, als wenn ihr versucht, euch mit Mitteln, die dem Körper fremd sind, zu berauschen, um das Glück zu finden. Ihr müsst wissen, das Glück wurde in euch gelegt, um euch den Weg zu weisen, allein damit ihr nach Glück strebt. Der Weg zum Glück und nicht das Ziel ist eure Aufgabe und euer Lebens Sinn. So wie eurer Magen, der eurer Ernährung dient, alles aufzunehmen vermag, auch das was euch nicht nährt oder, schlimmer noch, vergiftet, so kann alles Inhalt eures Willens sein, um nach dem Glück zu streben. Denn es gibt kein höheres und kein niederes Glück, der Weg ist stets derselbe. Und doch kann manches sich euch dabei in den Weg stellen, wie anderes im Magen liegen mag, wenn ihr nicht darauf achtet, wonach ihr strebt. Aus dem Leben sollt ihr dem Glück folgen, nicht jedoch das Glück manipulieren, um es zu eurem Lebensinhalt machen zu wollen. Würde es euch wirklich gelingen, nur noch glücklich zu sein, wäre das euer Ende. Denn Glück allein ist grässlich, nichts Schrecklicheres könnte euch passieren. All dein Wünschen und deine Kräfte würden erlahmen, apathisch und teilnahmelos würdest du auf deine Umwelt starren, Raum und Zeit und jedes Interesse würdest du verlieren. Verhungern würdest du, hätte nicht die Natur den Hunger als Unbehagen in dich gesetzt. Nein, das Glück ist allein euch auf den Weg gegeben, damit ihr den Weg in eurem täglichen Leben beschreitet. Dabei sollst du nicht mit deinen Wünschen sparen und das Glück, wonach du strebst, kann gar nicht groß genug sein. Bescheide dich nicht mit dem, was dir nur möglich erscheint. Suche den Rausch, der den Himmel aufreißt und den Glückspol ahnen lässt. Auch der Rausch, ohne den Körper zu überlisten, ist in euch gesetzt, damit ihr umso kraftvoller nach eurem Glück strebt. Das Glück gibt dir für dein Leben allein einen Sinn. Ganz gleich welches Ziel du wählst, wenn du es nicht mit deinem Glück verbindest, wirst du den Pfad verlieren. Im Glück und damit auch im Rausch findest du zu deiner Menschlichkeit und hebst dich über die Natur. Denn die Natur, die für so Vieles in dir vorgesorgt hat, interessiert dein Glück am wenigsten. Sie lässt dich nur glücklich sein um deines Unglücks willen. An deinem Glück hat die Natur kein Interesse. Auch dort, wo sie mit höchsten Glücksgefühlen dich belohnt, wie beim Sexualakt und in der Liebe, bezweckt sie allein deine Vermehrung. Ist der Samen erst empfangen und verteilt, ziehen sich die von der Natur gesetzten Gefühle rasch zurück. Mit den Schmerzen und dem Unbehagen ist sie demgegenüber sehr konstant am Werke, kann sie dich doch damit bestens steuern, dass du sogleich den Willen schaffst, den Schmerzen und der Unlust zu entkommen. Daher erhalten Schmerzen, Unlust, Unglück für die Natur ihre Qualität allein durch das Wohlbehagen, die Lust und das Glück. Denn nur so erfüllen die Schmerzen ihren Zweck. Für die Natur sind die Schmerzen und das Behagen, die Unlust und die Lust, das Unglück und das Glück alles eins, das von der Natur gewählte Mittel dein Verhalten bestimmen. Über diesen natürlich konditionierten und elementaren Mechanismus aber wachst ihr heraus und du erhebst dich über ihn und löst hierbei das Glück von den Gründen der Natur. Du würzt deine Speisen und kelterst deinen Wein, du genießt die Schönheit der Körper mit deinem Begehren, formst deine Sprache zu einem Gegenstück deiner Innenwelt, lässt Töne klingen und bildest die Schönheiten, die euch umgeben und du erfahren hast, nach. Du lässt in euren Bildern und Worten ganze Welten entstehen. So überhöhst du dein Streben nach Glück, das hinter allem steht und doch stets das gleiche bleibt, nicht anders als bei den Zwecken der Natur. Das Glück bestimmt somit nicht nur deine biologische Existenz sondern ebenso eure fiktive, virtuelle Welt, die ihr euch miteinander schafft, wenn ihr Dinge zwischen euch stellt, die nur durch euren übereinstimmenden Willen, eurer Kommunikation und eurem Tun zu existieren scheinen oder auch im Augenblick des Zusammentreffens eures Tuns wirklich sind. Auch das Werden der Welt ist das Ergebnis des Glücksstrebens eines jeden Einzelnen, auch eure Kultur. Da hält nichts Abstraktes irgendwas zusammen, auch kein Sein, wenn es nicht Teil des Strebens Einzelner ist. Selbst die Wahrheit hätte ohne Glück keinen Sinn für dich, indessen ist das von dir gefühlte Glück die Wahrheit selbst. So vermitteln das Glück und damit die Wahrheit dir den Sinn des Lebens. Das Glück von den Zwecken der Natur entgründet hebt erst den Menschen über die bloße Kreatur an und führt zu dem eigentlichen Kern allen Lebens, der in der Göttlichkeit dieser Erhabenheit liegt, die das Glück vermittelt, wenn alle Fragen schweigen und alles sich durch sein bloßes Dasein und Geschehen selbst ergründet. Dies ist auch der Grund, warum die Menschen, je höher ihre Zivilisation zu sein scheint, Glück nur noch mit ihren abstrakten Ziele und Ideen verbunden einen eigenen Wert auch zugestehen. Denn, so meinen sie allenthalben, je weiter das dem Glück versprochene Ziel von den Zwecken der Natur entfernt sei, um so wertvoller sei es, nach ihm zu streben. Tatsächlich wollen sie das Glück dem Einzelnen entfremden, was ebenso wenig geht, wie wenn man die Menschen mit Begriffen statt mit Lebensmitteln ernähren wollte. Zudem verkennen sie dabei, dass das Glück für den Menschen nur Bedeutung hat als Weg. Wege beschreiten aber können nur einzelne Menschen, niemals aber ihre abstrakten Zusammenschlüsse oder gar ihre Ideen. Tatsächlich hat dies auch alles nichts mehr mit dem Glück der Menschen gemein, sondern dient nur dem Glücksstreben bestimmter einzelner Menschen, die sich dabei ihre Mitmenschen nutzbar machen wollen. Da indessen das Streben nach Glück stets dasselbe bleibt, auf den Pfaden der Natur nicht anders als in der Gesellschaft, der fiktiven Welt, gilt es das zu begreifen, was den Kern des Glücks als Teil des göttlichen Odems ausmacht. Das Glück stammt von der Göttin Seele, auf dem Weg zu ihm nähert ihr euch ihr. Mit eurem Körper aber ist das Glück verbunden, weil die Natur mit ihrem System vom Belohnen und Bestrafen es so eingerichtet hat. Mit eurem Verstand indes erhebt ihr euch über die Gründe der Natur und findet das Glück ohne die natürlich vorgegebenen Zwecke. Das ist der Weg, die eigentliche Göttlichkeit des Glücks zu finden, ohne dass es an natürliche Zusammenhänge gebunden wäre. Darum führt der Göttin Dienst euch zu ihrer Lust und Liebe. Denn mit der geschlechtlichen Lust und Liebe hat die Natur das Glück in das biologische Leben am engsten eingebunden. Das bietet euch biologisch vorherbestimmt das höchste Glück, weswegen weite Bereiche eures Lebens davon beherrscht werden, sei es bewusst oder unbewusst. Wenn ihr diese Lust und Liebe von den Zwecken der Natur entgründet und sie zweckfrei der Göttin zuwendet, dann seid ihr mit euren Körpern und eurer Seele der Göttin selbst am nächsten. Dafür öffnet sich euch der Göttin Schoß. Und eure Seelen bleiben selbst dann noch von ihr erhitzt, wenn ihr in eurem normalen Leben weiterhin auf des Glückes Pfaden strebt.TdW17 @ Karsten Cascais
Donnerstag, 12. November 2009
Nur im Glück offenbart sich der Göttin Seele
Das Leben gründet allein im Leben nicht anders als das Glück im Glück. Du lebst nur, um zu leben, und nach Glück strebst du nur, um danach zu streben. Dein Leben das ist alles, was du bist, und alles, was du bist, das fühlst du mit deinem Bewusstsein. Leben und Glück verschließen sich jeder Her- oder Ableitung. Dein Bewusstsein spiegelt dein Leben und somit auch den Grund des Lebens, der darin besteht zu leben. Diesen Grund aber nimmst du wahr, fühlst du bewusst als das Glück, wonach du strebst. Das Leben ist ein Werden aller daran beteiligter Organismen und deren Teile, das nimmst du wahr, und ebenso ist alles ein Werden, was du mit anderen zusammen bewirkst, auch dieses nimmst du wahr. Ebenso aber nimmst du war, dass du es bist, der dies alles wahrnimmt, das sich selbst Wahrnehmende wird zum wahrgenommenen Wahrgenommenen. Es geschieht, wie zwei sich in einem kleinen Winkel gegenüberstehende Spiegel sich spiegeln. Somit spiegelt das Bewusstsein das Leben als Summe allen Werdens, das du bist. Ein Werden hat stets eine Richtung, sonst wäre es kein Werden. Das Gewordene ist das Gewesene und das Werdende ist das Künftige und alles wird vom Werden verbunden. Das Bewusstsein spiegelt aber die Richtung des Werdens und damit das Leben und die Richtung fühlst du als zum Gückspol ausgerichtet. Somit erlebst du das Werden stets als ein Streben nach dem Glück. Denn das Werden entspricht im Bewusstsein dem Wollen, der Wille weist weg vom Unglückspol hin zum Glückspol und alles, was du wahrnimmst, was sich in deinem Bewusstsein spiegelt, wird gefärbt von der im Kraftfeld zwischen Glück und Unglück sich einstellenden Stimmung. Die Triebe hat die Natur in dieses Schema gespannt. Nicht anders als Vieles in dem Körper auch ohne, dass du es willst, geschieht, bestimmen auch sie die Richtung und damit du das auch verstehst, wenn es dir denn bewusst wird, wirst du durch sich einstellendes Behagen belohnt. Dies geschieht, weil die Erfüllung des Triebes deinen Bewusstseinspegel innerhalb des zwischen beiden Polen gespannten Kraftfeldes in die Richtung zum Glückspol hin hebt. Dazu bedienen sich die Triebe deines Willens. Soweit die Triebe herrschen, willst du von alleine, und deren Verfolgung bringt dir ebenso von allein die gesuchte Befriedigung. Dein Wille ist aber keineswegs nur der Diener der Triebe, er kann sich sogar gegen die Triebe richten, womit ein Absturz des Bewusstseinspegels in den Kraftbereich des Unglückspols zuerst einmal verbunden ist. Der Wille hat aber auch dann die Kraft, weiterhin zu wollen und kämpft sich so wieder hoch zum Behagen, das sich stets einstellt, wenn der Wille fortschreitet. Dies gilt nicht weniger, wenn der Wille unabhängig von einem Trieb gefasst wird. Aber immer dann, wenn es nicht der Trieb ist, dem der Wille dient, braucht der Wille des Zieles und dieses findet er allein im Glück. Das gilt erst recht für alles, was du zusammen mit anderen willst, wenn ihr euch absprecht, Gemeinsames zu tun. Damit richtet sich der Willen aus wie das Werden des Lebens und das geht nur, weil das Glück nichts anderes ist als der bewusst gewordene Grund des Lebens. Ohne Bewusstsein gäbe es kein Glück, aber auch keine Kenntnis vom Leben. Das Werden des Lebens ist der Wille beim Glücksstreben, und nicht weniger wird das Werden, das ihr gemeinsam zu betreiben euch verabredet, in eurem Bewusstsein getragen von eurem Glücksstreben. Dass aber das alles weit über euch hinausweisen kann, dass eure Kinder und Kindeskinder und deren Nachfolger euch weit überleben und das Leben eure ganze Art erfasst, dass euer Willen und euer Glückstreben die bloße Erfüllung der in euch gesetzten Triebe weit hinter sich lassen, dass ihr Zivilisationen, die über eure Existenz hinausgehen, schafft, indem auch nachfolgende Generationen eure Informationen übernehmen, das kann nur einen Grund haben: dass sowohl im Leben wie in seiner Bewusstwerdung, dem Glück, bereits etwas ist und wirkt, was mehr ist, als im Einzelnen und seinem Leben liegt. Das aber ist das Schlagen der Göttin Flügel, das Streifen ihres feingliedrigen schlanken nackten Fußes, das Streichen ihres göttlichen Atems, womit der Funke und dann das Feuer übergesprungen sind, die das Leben und das Glück und vor allem die Wahrheit auf die Erde, ins Universum auch in jedem von Euch gebracht haben. Das Leben schafft das Wesen, das Glück gibt die Richtung vor und die Wahrheit richtet alles im Bewusstsein aus. Der Mensch kann nur die Gegenwart erfühlen, dabei die Vergangenheit beurteilen und die Zukunft abschätzen, und das Licht, das ihm dabei leuchtet, kann nur das der Göttin sein, das durch sein Glück, wonach er strebt, geworfen wird. Im Glück aber könnt ihr die Seele des Lebens erkennen und damit der Göttin Seele erahnen und ihr Feuer fühlen. Daher findet ihr der Göttin Lust und Liebe nur, wenn ihr ihre Seele sucht. Die aber offenbart sich nur im Leben und dem Streben nach Glück. Daher könnt ihr, wenn ihr der Göttin dient, nur eurer Wertvollstes geben, um sie in Lust und Liebe zu erfreuen.
Dienstag, 10. November 2009
Der Göttin Weg: nach Glück zu streben
Wenn ihr mich fragt, wie ihr denn das Glück erkennen könnt, dann kann ich es auch nur in der Metapher von Joe Silva aus dem Roman Epikur erklären.
Nichts ist einfacher, als die Richtung zu finden, um nach dem Glück zu streben. Schon die Natur hat den Weg dafür in euch vorgezeichnet. Denn das Glück ist der bewusst gewordene Zweck des Lebens, es schafft dir seinen Sinn. Der Zweck des Lebens besteht darin, zu überleben um zu leben. Das ist tautologisch, aber wie soll das Wahre auch anders als tautologisch sein, ist es doch ebenso voraussetzungslos wie folgenlos, das ist die Wahrheit, alles fließt zu ihr hin und nichts von ihr weg. Und das Glück lässt dich das erfühlen. Was aber Glück und Unglück sind, könnt ihr ebenso wenig ergründen wie das Leben. Glück und Unglück sind die Namen für zwei Gegensätze, deren äußerste Grenzen ihr nie werdet erfahren und kennen, die kein Auge je gesehen, kein Ohr gehört hat und was zu verstehen noch in keines Menschen Herzen gekommen ist. Das Einzige, dessen ihr euch in Bezug auf das Glück vollkommen sicher sein könnt, ist die Richtung von dem Unglück hin zum Glück. Das bestimmt euer ganzes Leben. Zwischen den Polen Unglück und Glück ist in dir ein Kraftfeld gespannt, in dem deine Gefühle und Empfindungen treiben. Je nach dem Platz, den sie in diesem Kraftfeld in Bezug auf die beiden Pole einnehmen, empfindest du dich dort wohl oder unwohl, glücklich oder unglücklich. Glücklicher, je mehr du dich dem Glückspol näherst, unglücklicher, je weiter du von ihm weg und dem Unglückspol nahe bist. Das Kraftfeld durchdringt dein Bewusstsein und richtet deine Empfindungen und färbt deine Gefühle. Denke dir dein Bewusstsein als einen Sensor oder Pegel, der zwischen den Polen hin- und hergetrieben wird und dich um so wohler fühlen lässt, nenne es auch glücklicher, als du dich dem Glückspol näherst, und um so unwohler, nenne es auch unglücklicher, je weiter du dich von ihm entfernst und dem Unglückspol annäherst. Jede Änderung der Lage dieses Pegels ändert deine Stimmung. Wie in jedem Kraftfeld gibt es eine Zone der Indifferenz, wo die von den Polen ausgehenden Kräfte sich ausgleichen und bei dessen Durchlaufen sich Unbehagen in Wohlbefinden oder Wohlbefinden in Unbehagen wandelt. Die Anlässe sind vielfach, die Ursachen so zahlreich wie das Leben, die den Pegel hin- und hertreiben, aber es bleibt immer der selbe Vorgang, der in deinem Körper die Stoffe erzeugt, die dich Glück und Unglück fühlen machen, dich in höchste Lust versetzen und in tiefste Unlust treiben, dich über feurige Höhen heben und in die bedrückende Tiefe der Schluchten drängen. Zwischen Glück und Unglück, den jeweils äußersten Polen, da spielt das ganze Leben, wie es dir bewusst wird und das Glück ist eine Eigenschaft des Bewusstseins. Sobald du etwas willst, einen Willen fasst und ihm Gestalt gibst, etwas zu tun oder zu unterlassen, positioniert sich dein Pegel noch im Bereich des Unbehagen, jenseits der Zone der Indifferenz von Glück und Unglück, und du empfindest ein Unbehagen, dem du entfliehen willst, weil du den Mangel des unerfüllten Wollens erlebst. Das den Willen so begleitende Unbehagen treibt dich an, den Pegel hinan zu heben. Schon allein sich auf den vom Willen aufgegebenen Weg zu begeben, lässt den Pegel hochspringen, um sogleich wieder abzutauchen und mit dem zurückgekommenen Unbehagen den Willen erneut anzuspornen. Das Gefälle zwischen diesen Zuständen schafft die Kraft des Wollens. Stell dir vor, der Pegel, der dein Bewusstsein durch das Kraftfeld treibt, sei mit einem starken Gummiband verknüpft, das nahe des Unglückspols fest angebunden ist und dessen Spannung den Pegel stets zurück in Richtung auf den Unglückpol zu zieht. Nur mit einer Gegenkraft kann der Pegel sich dem Glückspol nähern. Diese Gegenkraft aber ist dein Willen, der das Gummiband spannt, wenn der Pegel sich auf den Glückspol zubewegt und deine Befindlichkeit verbessert. Es muss stets etwas geschehen, um den Pegel gegen den Gummizug in Richtung des Glückspols zu bewegen. Solange der Willen noch nicht am Ziel, der Wunsch noch nicht erfüllt ist, zerrt das Band den Pegel unablässig hinab und die Zunahme des Unbehagens stachelt dich an, dagegen anzugehen und dein Befinden zu verbessern. Hast du aber das Ziel erreicht, dann breitet sich Wohlbehagen in dir aus, so viel, dass dein Pegel auch ohne weitere Kraft dem Abwärtszug des angespannten Bandes wiederstehen kann. Die Oberhand behält das Wohlbehagen jedoch nur für kurze Zeit oder auch nur für Augenblicke, bis des Bandes Kraft den Pegel zurück über die Zone der Indifferenz hinweg zieht und Unbehagen von Neuem dich befällt. Dem entgehst du nur, indem du wiederum gegen die abwärtsziehende Kraft mit deinem Willen angehst und Terrain gewinnst. In der Zone der Indifferenz, wo die Kräfte sich ausgleichen, magst du kurz verschnaufen, die Ruhe zu genießen, aber ungeübt in der Meditation des Nichtwollens, wird das Gummiband deinen Pegel rasch in die Zone des Unbehagens wieder ziehen. Untätigkeit, so erfährst du, bringt dich bei deinem Streben nach dem Glück nicht voran und wird gierig von des Bandes elastischer Kraft aufgesogen. Anders verhält es sich nur, wenn die Untätigkeit der Erholung dient, weil sich deine Kraft von den andauernden Bemühungen selbst entspannen muss, sich auszuruhen zeitigt eine eigene Willensenergie, eine Zeitlang der Gegenkraft zu wiederstehen, nicht lange, das kennt ihr alle, wenn das Wohlbehagen des Nichtstuns von der Langweile langsam gefressen wird und du die dich auf die negative Seite ziehende Gegenkraft nur durch deinen Willen wieder bändigen kannst. Das zwischen den Polen gespannte Kraftfeld steuert so dein ganzes Leben. Wie in deinem Körper (solange du lebst) nichts ruht, solange treibt der Pegel zwischen den Polen auf und ab, hin und her und veranlasst dich, ohne wirkliche Pause nach deinem Glück zu streben. Den Glückspol aber wirst du in dieser Welt nie erreichen, in den Polen endet eine jede Kraft. Auf der anderen Seite, beim Unglückspol, dort lauert ständig der Tod und mancher Kranker verfängt sich dort in seinen Netzen. Was also ist das Glück? Das Glück ist nicht mehr und auch nicht weniger als das Leben, wie es sich in deinem Bewusstsein spiegelt. Ausgehend von der Spiegelung aller körperlichen, natürlichen, biologischen Lebensfunktionen und ihrer Überwachung erstreckte sich das Bewusstsein auf dein ganzes Leben und lässt dich selbst erkennen. Dein Verstand erfährt dabei den Grund und damit auch das Ziel des Lebens darin, nach dem Glück zu streben. Das Glück ist der ins Bewusstsein transponierte Grund des Lebens. Für dich besteht der Grund zu leben darin, glücklich zu sein. Im Glück findest du ebenso wie im Leben die Wahrheit. Wenn etwas in euch ist, was nicht aus demselben Material ist wie die Erde, dann kann es nur das sein, woraus das Leben und das Glück sind. Und das ist die Wahrheit, die Gewissheit der Richtung zum Glück hin. Die Natur hat euch viele Wege vorgegeben und sie recht unterschiedlich mit dem Glück verknüpft, das hat Methode. Für dich gilt mehr, so vielfältig das Leben ist, so vielfältig sind auch die Wege hin zum Glück. Das Ziel indessen, nach deinem Glück zu streben, dieses Ziel bleibt immer gleich. Und ebenso, dass jedes Recht sich damit zu Unrecht wandelt, wenn es dir dein Streben nehmen will. Damit der Blick, nach deinem Glück zu streben, dir nie getrübt werden kann, aber ist es so wichtig, der Göttin ihren Dienst zu tun. Es ist ihr Weg, nach Glück zu streben. Denn mit ihrer Göttlichkeit brachte sie das Leben, das Glück und die Wahrheit auf diese Welt und ihr begegnet ihr allein in ihrem Rausche, wenn ihr euch mit ihr vereinigt.TdW16 @ Karsten Cascais
Nichts ist einfacher, als die Richtung zu finden, um nach dem Glück zu streben. Schon die Natur hat den Weg dafür in euch vorgezeichnet. Denn das Glück ist der bewusst gewordene Zweck des Lebens, es schafft dir seinen Sinn. Der Zweck des Lebens besteht darin, zu überleben um zu leben. Das ist tautologisch, aber wie soll das Wahre auch anders als tautologisch sein, ist es doch ebenso voraussetzungslos wie folgenlos, das ist die Wahrheit, alles fließt zu ihr hin und nichts von ihr weg. Und das Glück lässt dich das erfühlen. Was aber Glück und Unglück sind, könnt ihr ebenso wenig ergründen wie das Leben. Glück und Unglück sind die Namen für zwei Gegensätze, deren äußerste Grenzen ihr nie werdet erfahren und kennen, die kein Auge je gesehen, kein Ohr gehört hat und was zu verstehen noch in keines Menschen Herzen gekommen ist. Das Einzige, dessen ihr euch in Bezug auf das Glück vollkommen sicher sein könnt, ist die Richtung von dem Unglück hin zum Glück. Das bestimmt euer ganzes Leben. Zwischen den Polen Unglück und Glück ist in dir ein Kraftfeld gespannt, in dem deine Gefühle und Empfindungen treiben. Je nach dem Platz, den sie in diesem Kraftfeld in Bezug auf die beiden Pole einnehmen, empfindest du dich dort wohl oder unwohl, glücklich oder unglücklich. Glücklicher, je mehr du dich dem Glückspol näherst, unglücklicher, je weiter du von ihm weg und dem Unglückspol nahe bist. Das Kraftfeld durchdringt dein Bewusstsein und richtet deine Empfindungen und färbt deine Gefühle. Denke dir dein Bewusstsein als einen Sensor oder Pegel, der zwischen den Polen hin- und hergetrieben wird und dich um so wohler fühlen lässt, nenne es auch glücklicher, als du dich dem Glückspol näherst, und um so unwohler, nenne es auch unglücklicher, je weiter du dich von ihm entfernst und dem Unglückspol annäherst. Jede Änderung der Lage dieses Pegels ändert deine Stimmung. Wie in jedem Kraftfeld gibt es eine Zone der Indifferenz, wo die von den Polen ausgehenden Kräfte sich ausgleichen und bei dessen Durchlaufen sich Unbehagen in Wohlbefinden oder Wohlbefinden in Unbehagen wandelt. Die Anlässe sind vielfach, die Ursachen so zahlreich wie das Leben, die den Pegel hin- und hertreiben, aber es bleibt immer der selbe Vorgang, der in deinem Körper die Stoffe erzeugt, die dich Glück und Unglück fühlen machen, dich in höchste Lust versetzen und in tiefste Unlust treiben, dich über feurige Höhen heben und in die bedrückende Tiefe der Schluchten drängen. Zwischen Glück und Unglück, den jeweils äußersten Polen, da spielt das ganze Leben, wie es dir bewusst wird und das Glück ist eine Eigenschaft des Bewusstseins. Sobald du etwas willst, einen Willen fasst und ihm Gestalt gibst, etwas zu tun oder zu unterlassen, positioniert sich dein Pegel noch im Bereich des Unbehagen, jenseits der Zone der Indifferenz von Glück und Unglück, und du empfindest ein Unbehagen, dem du entfliehen willst, weil du den Mangel des unerfüllten Wollens erlebst. Das den Willen so begleitende Unbehagen treibt dich an, den Pegel hinan zu heben. Schon allein sich auf den vom Willen aufgegebenen Weg zu begeben, lässt den Pegel hochspringen, um sogleich wieder abzutauchen und mit dem zurückgekommenen Unbehagen den Willen erneut anzuspornen. Das Gefälle zwischen diesen Zuständen schafft die Kraft des Wollens. Stell dir vor, der Pegel, der dein Bewusstsein durch das Kraftfeld treibt, sei mit einem starken Gummiband verknüpft, das nahe des Unglückspols fest angebunden ist und dessen Spannung den Pegel stets zurück in Richtung auf den Unglückpol zu zieht. Nur mit einer Gegenkraft kann der Pegel sich dem Glückspol nähern. Diese Gegenkraft aber ist dein Willen, der das Gummiband spannt, wenn der Pegel sich auf den Glückspol zubewegt und deine Befindlichkeit verbessert. Es muss stets etwas geschehen, um den Pegel gegen den Gummizug in Richtung des Glückspols zu bewegen. Solange der Willen noch nicht am Ziel, der Wunsch noch nicht erfüllt ist, zerrt das Band den Pegel unablässig hinab und die Zunahme des Unbehagens stachelt dich an, dagegen anzugehen und dein Befinden zu verbessern. Hast du aber das Ziel erreicht, dann breitet sich Wohlbehagen in dir aus, so viel, dass dein Pegel auch ohne weitere Kraft dem Abwärtszug des angespannten Bandes wiederstehen kann. Die Oberhand behält das Wohlbehagen jedoch nur für kurze Zeit oder auch nur für Augenblicke, bis des Bandes Kraft den Pegel zurück über die Zone der Indifferenz hinweg zieht und Unbehagen von Neuem dich befällt. Dem entgehst du nur, indem du wiederum gegen die abwärtsziehende Kraft mit deinem Willen angehst und Terrain gewinnst. In der Zone der Indifferenz, wo die Kräfte sich ausgleichen, magst du kurz verschnaufen, die Ruhe zu genießen, aber ungeübt in der Meditation des Nichtwollens, wird das Gummiband deinen Pegel rasch in die Zone des Unbehagens wieder ziehen. Untätigkeit, so erfährst du, bringt dich bei deinem Streben nach dem Glück nicht voran und wird gierig von des Bandes elastischer Kraft aufgesogen. Anders verhält es sich nur, wenn die Untätigkeit der Erholung dient, weil sich deine Kraft von den andauernden Bemühungen selbst entspannen muss, sich auszuruhen zeitigt eine eigene Willensenergie, eine Zeitlang der Gegenkraft zu wiederstehen, nicht lange, das kennt ihr alle, wenn das Wohlbehagen des Nichtstuns von der Langweile langsam gefressen wird und du die dich auf die negative Seite ziehende Gegenkraft nur durch deinen Willen wieder bändigen kannst. Das zwischen den Polen gespannte Kraftfeld steuert so dein ganzes Leben. Wie in deinem Körper (solange du lebst) nichts ruht, solange treibt der Pegel zwischen den Polen auf und ab, hin und her und veranlasst dich, ohne wirkliche Pause nach deinem Glück zu streben. Den Glückspol aber wirst du in dieser Welt nie erreichen, in den Polen endet eine jede Kraft. Auf der anderen Seite, beim Unglückspol, dort lauert ständig der Tod und mancher Kranker verfängt sich dort in seinen Netzen. Was also ist das Glück? Das Glück ist nicht mehr und auch nicht weniger als das Leben, wie es sich in deinem Bewusstsein spiegelt. Ausgehend von der Spiegelung aller körperlichen, natürlichen, biologischen Lebensfunktionen und ihrer Überwachung erstreckte sich das Bewusstsein auf dein ganzes Leben und lässt dich selbst erkennen. Dein Verstand erfährt dabei den Grund und damit auch das Ziel des Lebens darin, nach dem Glück zu streben. Das Glück ist der ins Bewusstsein transponierte Grund des Lebens. Für dich besteht der Grund zu leben darin, glücklich zu sein. Im Glück findest du ebenso wie im Leben die Wahrheit. Wenn etwas in euch ist, was nicht aus demselben Material ist wie die Erde, dann kann es nur das sein, woraus das Leben und das Glück sind. Und das ist die Wahrheit, die Gewissheit der Richtung zum Glück hin. Die Natur hat euch viele Wege vorgegeben und sie recht unterschiedlich mit dem Glück verknüpft, das hat Methode. Für dich gilt mehr, so vielfältig das Leben ist, so vielfältig sind auch die Wege hin zum Glück. Das Ziel indessen, nach deinem Glück zu streben, dieses Ziel bleibt immer gleich. Und ebenso, dass jedes Recht sich damit zu Unrecht wandelt, wenn es dir dein Streben nehmen will. Damit der Blick, nach deinem Glück zu streben, dir nie getrübt werden kann, aber ist es so wichtig, der Göttin ihren Dienst zu tun. Es ist ihr Weg, nach Glück zu streben. Denn mit ihrer Göttlichkeit brachte sie das Leben, das Glück und die Wahrheit auf diese Welt und ihr begegnet ihr allein in ihrem Rausche, wenn ihr euch mit ihr vereinigt.TdW16 @ Karsten Cascais
Donnerstag, 5. November 2009
Nur der Göttin Feuer hebt den Menschen über die Natur
Vieles, was ihr tut, ist euch vorgegeben, durch andere erdacht, oft auch überkommen, deren Formen ihr willig oder auch gedankenlos übernehmt und von deren Ideen ihr euch gern gefangen nehmen lasst. Es ist bereits für euch angerichtet. Und wenn ihr dem folgt, tut ihr gut daran. Dies aber nur unter einer Voraussetzung: dass alles auf dem Weg geschieht, nach deinem Glück zu streben. Denn nur um zu vegetieren, zu leben wie es die Natur euch von allein vorgibt, wurde der Code der Wahrheit nicht in euch gepflanzt. Die Bedingungen eurer biologischen Existenz könnt ihr nicht ändern, du musst dich ihnen fügen. Dir stehen nur zwei Hände zur Verfügung, du gehst auf zwei Beinen, Licht können deine Augen wahrnehmen, Schall deine Ohren. Deine Gefühle lassen dich die dich umgebende Welt und damit auch die anderen erspüren und über Gesten und Zeichen, die dein Körper zulässt, über Töne, die deine Stimmbänder modulieren, können die anderen auch dich vernehmen. Vieles, das du tust, vieler deiner Aufgaben und selbst viele deiner Wünsche stehen längst fest, bevor du dir dessen bewusst wirst. Du hast keine andere Wahl. Das aber ist nur die eine Seite deines Menschseins. Denn du denkst auch über all das nach, beurteilst es und stellst Prognosen. Du planst und wünschst und willst dein Leben dir gestalten. Jedem Ja kannst du ein Nein entgegensetzen. Die Gegenwart, die dir dein Empfinden schafft – denn nach dem Verstand ist sie nur ein dimensionsloser Punkt auf einem Strahl, der die Vergangenheit von der Zukunft trennt - lässt dich auch das erfassen, was war, und das bedenken, was sein wird. Und das, was dann tatsächlich eintritt, gleichst du ab mit dem von dir Erwarteten und ziehst daraus deine Lehren. Dabei bekommst du den ersten Eindruck von Wahrheit. Das aber ist noch nicht ihr Code. Denn auch dieser Abgleich der Vergangenheit mit der Zukunft gehört noch zur Natur und ihrer Evolution und auch andere Wesen haben daran teil. Nein die Wahrheit selbst kommt erst dann ins Spiel, wenn sie dir die Richtung weist. Die Wahrheit ist nicht Teil des biologischen Lebens, dies ist konkret und entsteht im Werden eines jeden Einzelnen, die Wahrheit aber ist allgemein, abstrakt und sie gibt es immer und überall, in der Zeit und außerhalb von ihr, an einem Ort und jenseits aller Räume. Die Wahrheit ist das Einzige im einzelnen Menschen, das konkret sein kann, das Einzige im Konkreten, dass dennoch nicht vom Konkreten und seinem Werden ist. Sie sitzt in deinem Fleisch und ist doch nicht Teil davon. Du findest sie überall und sie gibt dir Sicherheit, dass sie auch in anderen ist. Sie allein ermöglicht dir, mit anderen zu sein, euch miteinander abzustimmen und Gemeinsames und auch die Gesellschaft zu schaffen. Alles was ihr zu diesem Zweck tut, erfolgt nach den Bildern, die ihr euch davon macht, und die Wahrheit steht für den Abgleich und verhindert ebenso, dass das Virtuelle, was ihr damit über das konkrete Werden hinaus euch bildet, euch nicht wiederum selbst vergewaltigt. Nur die Wahrheit ist die Klammer eurer Welt. Ohne Wahrheit, ohne Wissen von euch allen, dass es eine Wahrheit gibt, gäbe es keine Menschenwelt. Sie ist das Allgemeine, das in jedem Menschen konkret sitzt, ohne sie als Angelpunkt und Richter könntet ihr nur euren Trieben folgen und tun, was die Natur für euch bestimmt hat. Auch den Trieben zu folgen, bringt Befriedigung bis hin zum Orgasmus. Denn die Natur kann nur, wenn sie euch leiten und bestimmen will, darauf zurückgreifen, was die Götter in die Welt setzten, als sie mit dem Leben zugleich die Freude und das Streben nach Glück verbanden, indem sie einen Teil von sich dort ließen und dem Menschen ermöglichten, die ihnen eröffnete göttliche Pracht zu schauen. Die Wahrheit aber ist auf das Ganze gerichtet, auf alle Pracht, auch die von Lust und Liebe. Sie wirkt wie ein allgemeiner, somit abstrakter Trieb im Menschen, der auf alles zielt, was die göttliche Lust ihm ermöglicht. Würde er gänzlich befriedigt, erlebte der Mensch alles Glück der Erde und auch der Götter, ohne Zeit und ohne Raum und ohne Grund und Zweck, alles geschähe im vollendeten Sein, des Menschen Glück, seine Lust und Liebe wären eins mit der Göttin. Hieran misst der Mensch, sich erst einmal der ungeheuren Macht und Kraft der Göttin bewusst, dann all sein Streben, sein Planen und sein Sehnen. Die Natur hat ihn so eingerichtet, am meisten und stärksten erfasst der Göttin Kraft ihn dort in seinem sexuellen Streben. Dem ist er ausgeliefert und rasch verlässt ihn alle Vernunft und jeder wohl bedachte Ratschluss, wenn nur die Körper mit ihrer Vereinigung locken. Wie ein Magnetfeld unbegrenzter Größe wird der Mensch hiervon erfasst und wird willenlos in das Zentrum von Lust und Liebe gezogen, oft reicht nur ein Anblick, ein Geruch, eine Geste, ein bloßes Beisammensein. Mit Zunahme der abstrakten Regeln, die das Zusammenleben der Menschen bestimmen, seiner Zivilisation, werden Barrieren gegen diese Macht errichtet, ohne sie indessen zu brechen. Die Zeche jedoch zahlen die Menschen, die sich mit ihrem Begehren von der neu erdachten Ordnung verfolgt sehen. Man kann jedoch der Göttin Feuer nicht einfangen, ohne das Leben zugleich zu fesseln und zu binden und es seiner Kraft zu berauben. Mit dem Feuer erkaltet zugleich das Leben. Das Feuer kann nur geleitet werden, um seine das Leben wärmende Kraft nicht allzu sehr zu schmälern. Und in seinem Zentrum muss es frei und unbehindert lodern. Daher ist es für den Menschen so wichtig, die Grenzen zu ziehen zwischen dem, was göttlich, und dem, was menschlich ist. Menschlich ist sein andauerndes Werden und die Einhaltung der hierbei obwaltenden oder vereinbarten Bedingungen, göttlich indessen ist die von allen diesen Schranken freie Lust und Liebe der Göttin, zur eigenen Sicherheit des Menschen beschränkt auf die Zeiten und Räume der Göttin. So lebt der Mensch sich des unauslöschlichen göttlichen Feuers bewusst, das ihm die Richtung weist, wenn er nach seinem Glück strebt und ihm auf seinen Wegen als Wahrheit erscheint, die gewiesene Richtung auch nicht zu verlassen. Ohne dieses wäre der Mensch nicht mehr als ein biologisches Wesen, wie die Natur ihn schuf, mit ihm aber greift er über alle Bedingungen der Evolution hinaus. Mit seinem Glücksstreben, den festen Blick auf der Göttin Glut gebannt gerichtet, entwächst er der Evolution. Die Evolution denkt nur in Jahrmillionen, wenn durch die Zufälle von Mutationen zum Überleben geeignetere Formen sich bilden und diese nunmehr die Gunst der Natur erlangen. Die Wahrheit aber hat der Entwicklung des Menschen den evolutionären Zufall genommen und ihn binnen weniger Jahrtausende das Rad oder die Schrift erfinden lassen, wozu die Evolution Jahrmillionen benötigt hätte, bis alles Mögliche eingetreten wäre. Aus der Sicht der Natur kann man ebenso sagen, dass sie sich mit dem Menschen selbst überlistet. Der Blick des Menschen in die Glut der Göttin, die seinen Leib erfassende Hitze ihres Atems, das verschafft ihm das Gefühl der Wahrheit, des Glücks, dessen, was die Götter dem Menschen von sich offenbart haben und was er schrankenlos nur in der Göttin Lust und Liebe erleben kann. Das ist viel mehr, als er jemals finden könnte, es ist alles, aber auch nicht mehr, was ihm möglich wäre. Frei lodert die feurige Kraft der Göttin und ihr entstammt die Freiheit des Menschen auch die die Göttin selbst zu lieben. Mit ihr strebt er nach Glück, eine Freiheit aber, die zwischen den Menschen nicht anders als das göttliche Feuer geleitet werden muss, soll sie sich nicht selbst verzehren.TdW15 @ Karsten Cascais
Donnerstag, 29. Oktober 2009
Allförmig bannt die Göttin des Feuers Hitze
Würdet ihr keine Ordnung haben, lebtet ihr im Chaos und alles würde zusammenbrechen. Und ihr versänket im Trüben eurer Triebe. Die Notwendigkeit indessen, euch und eure Welt zu ordnen, rechtfertigt gleichwohl nicht jede Ordnung. Der Zweck der Ordnung ist es, dass ihr mit anderen zusammenlebt, nicht jedoch euch die Freiheit zu nehmen, sondern um nach eurem Glück zu streben. Messet daran eine jede Ordnung, die man euch vorsetzt. Doch wisst um die Gewalt eurer Triebe, die tief aus eurem inneren Chaos nach oben streben. Ohne Ordnung wäret ihr verloren. Die sieben Todsünden, Neid, Trägheit, Hochmut, Habsucht, Zorn, Völlerei und Wollust, werden euch allein deswegen zur Sünde angerechnet, weil euch diese Eigenschaften von Natur aus eignen. In der Natur, wo sie entstanden sind, haben sie einen Sinn und ihnen entsprechen daher eure Triebe, die euch zum Überleben wichtige Dienste leisten. Je länger und je mehr ihr aber eng mit anderen beisammen lebt, umso mehr bedürfen sie der Zähmung, dass die anderen euch auch ertragen können. Nur der Zähmung, nicht jedoch der Auslöschung. Denn ohne Triebe fehlte euch die Energie und ohne Energie gäb es keine Gesellschaft. Die Triebe haben teil an euren Gefühlen, mit den Gefühlen nehmt ihr die Welt wahr. Ohne Gefühle gäbe es keine Gegenwart und nur in der Gegenwart habt ihr Kontakt mit anderen und könnt gemeinsam etwas bewirken. Ansonsten gibt es für euch nur das, was war, und das, was sein wird. Könntet ihr nicht mit euren Trieben leben, dann wäre das kein Leben. Und doch sind eure Triebe durch andere nur dann zu ertragen, wenn ihr sie in Formen gießt. Ungeformt stoßen sie in euch hoch, geformt jedoch noch verlassen sie euren Körper. Für dich und in dir kannst du alles dir erträumen und vorstellen, jede Rache und jeden Mord gegen deinen Beleidiger und jeden Missbrauch, jede Gier und Lust, was du begehrst, in deinen Gedanken einfach ergreifen, selbst jede Frau oder jeden Mann auf dein Lager zwingen, dass sie oder er dir zu Willen sei. Wie heiße Lava strömt es aus dir hervor. Sobald sie aber nach außen tritt und auf andere trifft, bedarf sie der Formung. Daher hält eure Ordnung so viele Formen vor. Sie gibt euren Wallungen Struktur und euer Vagabundieren mündet in wohl geleiteten Wegen. Das, was tief in euch als Chaos erscheint, ist in Wirklichkeit des Lebens Quelle und der Göttin reine Kraft, die Hitze, die das Leben sprießen lässt. Dies geschieht allein im Werden, alles Werden aber bedarf der Form und damit der Ordnung, damit das Eine nach dem Anderen wird. Wie sollte alles sich denn sonst im Werden zusammenfügen können? Dies gilt für eure Zellen nicht weniger als für euch selbst, wenn ihr mit anderen an einem bestimmtem Ort zu einer bestimmten Zeit das Bestimmte tut. Würde aber nicht das Feuer in eurer Seele lodern, hätten weder eure Zellen noch hättet ihr eine Kraft, irgendetwas zu bewirken. Alles was im Werden liegt, geschieht in Raum und Zeit und hat seinen Grund, seinen Zweck und sein Ziel und das eine folgt aus dem anderen. Denn nur so können Dinge und könnt auch ihr zusammenwirken. Nicht anders als das Feuer, das ihr lodern lasst, um euch daran zu wärmen. Im Feuer herrscht das Chaos, wenn Energie sich wandelt, ihr müsst es durch eiserne oder andere Formen einfangen und beherrschen, dass es nicht mehr von euch verbrennt oder euch versengt. Die Energie tritt dann wohlgeformt in eure Wohnung und Welt und folgt der vorgegebenen Ordnung nach Kausalität und Grund und Zweck. Je gewaltiger des Feuers Quelle, umso größer ist die Gefahr, umso größer ist aber auch eurer Gewinn, wenn ihr das Feuer gleichwohl bändigt. Nur einen Weg kennt das Feuer in euch, der nicht der Vorstellung von Raum und Zeit, den Fragen nach Ursache, Wirkung, Grund und Zweck unterliegt, der nicht der Ordnung Formen bedarf, das ist der Weg, den euch die Göttin wies und weist, wenn es um euer Glück geht und ebenso um der Göttin Lust und Liebe. Nicht weniger chaotisch, wie ihr den Zerfall der das Feuer speisenden Masse und die Umwandlung in des Feuers Energie erlebt, muss euch der Glücksrausch und sein Orgasmus erscheinen. Alle Formen, die das Werden bändigen, wie auch Raum und Zeit und die Fragen nach dem Warum, Wo, Wohin und Woher, verlieren ihre Wirkung, wenn ihr euch dem Glück naht. Denn dort trefft ihr auf der Göttin Odem, der das Leben auf die Erde brachte und es stets von neuem zeugt. Dort lodert euch des Feuers Hitze wild und ungeformt entgegen, dort schlägt das Herz allen Lebens und dann seid ihr nichts anderes als sein Schlagen. Im Herzen eures Lebens bedarf es keiner Form und auch keiner Ordnung. Denn hier ist allein die Göttin Alles und zugleich auch eine jede Form. Deshalb müsst ihr an den Orten und zu den Zeiten der Göttin den von euch verlangten Dienst tun. Die Göttin ist es, die hier das Feuer selbst bändigt, wenn heiß ihr nur die Göttin liebt. Ansonsten aber folgt den Formen, die man euch gibt, wenn ihr mit anderen zusammen seid. Die Notwendigkeit, alles, was aus euch kommt, zu formen, ist seit je bekannt und seit je schaffen andere eifrig Formen nach ihrem eigenen Gusto, euch in ihrem Sinn und Interesse zu formen. Und die Notwendigkeit einer jeden Ordnung, ohne die ein Zusammenleben nicht möglich wäre, verleitet euch, euch auch diesen Formen bereitwillig unterwerfen. Das geschah seit je und wird immer wieder geschehen, soweit dass euch sogar der Weg zu den Göttinnen und ihrer Lust und Liebe versperrt wurde und wird werden. So konnte die scheinbare Tugend entstehen, das Leben zu missachten. Daher vergesset nie, dass auch jede Ordnung an ihrem Zweck gebunden ist, euch Formen zu vermitteln, damit ihr alle in Freiheit miteinander lebt. Die Wahrheit wird den Weg euch weisen. Ihr Gesicht jedoch erkennt ihr nur in der Göttin Allform.TdW14 @ Karsten Cascais
Sonntag, 25. Oktober 2009
Ordnung ist nur das halbe Leben
Ordnung ist das halbe Leben, wie der Volksmund sagt, die andere Hälfte aber ist die Freiheit. Das müsst ihr erkennen. Ohne Ordnung könnt ihr nicht zusammenleben, selbst ohne Ordnung in deinem Inneren brächtest du kaum etwas zustande. Ordnung erst schafft die Räume, in denen deine Freiheit sich entfalten kann. Diese Räume sind oft schon lange vorhanden, wenn du sie betrittst. Sie haben Pfeiler, Wände und auch Zäune, wo du dir eine blutige Nase holen kannst, wenn du sie nicht beachtest. Das ist der Preis der Ordnung und die Ordnung ist der Preis der Freiheit. Deshalb beklage dich nicht über die Ordnung, deren Räume du nutzt. Wenn du aber meinst, dass die Ordnung deine Freiheit hindert, statt ihr Luft zu geben, dann reiße ihre Säulen ein oder, ist dir das nicht möglich, dann meide ihre Gebäude. Aber wisse stets, was du an ihre Stelle setzen kannst. Denn ohne Ordnung wirst du dich anderen noch nicht einmal verständlich machen können. Auch jede Sprache lebt von der ihr eigenen Ordnung der Bedeutung und Verbindung der Symbole. Und wisse ebenfalls, dass weite Bereiche deines Lebens Ordnung brauchen, nicht eine bestimmte, sondern irgendeine und wichtig ist allein, dass auch die anderen sie kennen und anerkennen. Auf der Straße fährst du rechts, wenn alle es so machen und links, wenn das die Regel ist. Entscheidend für dein Fortkommen ist allein die Verkehrsregel und deren Verbindlichkeit für alle und nicht, ob man ansonsten auf der rechten oder linken Seite sich besser fortbewegen könnte. So gibt es Vieles, was nur geordnet euch von Nutzen sein kann, wichtig ist allein, dass ihr die Ordnung kennt. Es gibt auch anderes, wo Ordnung euch vorschreibt, wie ihr zu leben und auch zu lieben und schließlich auch noch, wie ihr zu denken habt. Selbst hier könnt ihr nicht gänzlich auf Ordnung verzichten, denn im Umgang untereinander zerstört Willkür jede Basis des Zusammenlebens. Und doch müsst ihr unterscheiden, wo ist es allein die Ordnung, die unabhängig von ihrem Inhalt, euer Leben regeln muss, wo aber beginnt die Gängelung eurer Freiheit. Diese Grenze findet ihr theoretisch dort, wo das halbe Leben, das die Ordnung ist, auch endet, in praxi aber überall da, wo ihr beginnt, eure Bedürfnisse und Interessen mit denen der anderen abzustimmen. Alle Ordnung dient dem Staat, der sich mit seiner Ordnung mächtig über die Häupter seiner Schäflein erhebt, ganz gleich, ob es allein der Regelung des Rahmens bedarf oder man ihre Freiheit vorhersehbar machen möchte. Ihr müsst danach entscheiden, ob es um den Rahmen geht, Eure Freiheit zu betätigen, oder um ihren Inhalt, wie man sie euch nur ausüben lassen möchte. Da haben die anderen in Form von Staat und Gesellschaft ihre Grenze schon weit in euer Inneres verlegt, dass ihr euch nur noch mit Hilfe eures Gewissens und damit der Wahrheit schützen könnt. Diese Grenze dringt immer tiefer vor und die Schlinge zieht sich um eure Freiheit immer weiter zu und wird infolge der technischen Möglichkeiten selbst bald mitten in eurer Seele verlaufen, wenn ihr nicht zur Wahrheit findet, die zu eurem eigenen Nutzen alles kontrolliert. Denn auch jede Ordnung ist nur um deines Lebens willen da und nicht lebst du, um eine Ordnung zu stabilisieren. So kann durchaus dein Leben es erforderlich machen, die euch von anderen bereitete Ordnung zu torpedieren, wenn es um eure Interessen geht. Um euer Leben geht es aber stets, wenn die Bedingungen eures Leibes in Frage stehen und nicht weniger die eurer Seele, dazu gehören euer leibliches Wohl nicht weniger als die Würde eurer Seele, aber auch euer Streben nach Glück, auch in Form von Lust und Liebe. Verbietet die Ordnung, selbst das Normale für dich zu tun, für dich und die Deinen zu sorgen, so wisse, diese Ordnung ist nicht der Teil der notwendigen Regulierung deines halben Lebens, sondern es ist die Erstreckung auf deine Freiheit, sie zu beengen, um dich willfähriger regieren zu können. Dir angeboren ist dein Recht auf die Tat, weswegen in jeder Ordnung Platz für dich und dein Streben nach Glück sein muss, ansonsten endet die Rechtfertigung an deiner Freiheit. Je näher du mit allem, was du tust, dich dem Kern des Lebens näherst, umso mehr verschwindet die Rechtfertigung einer jeden Ordnung, die allein darin besteht, dass ihr untereinander euer Verhalten vorhersehbar macht. Der ordnenden Kraft aber bedarf es nicht dort, wo des Lebens Quelle lodert, gespeist von der Göttin Lust und Liebe. Denn hierauf gründet euer Leben und ebenso eure Würde. Nicht umsonst griffen und greifen die Ordnungen der letzten zweitausend Jahre hier am weitesten in des Menschen Seele ein. Denn wer euch von dem Odem des Lebens, den die Göttin in die Welt hauchte, abschneidet, damit ganz besonders von ihrer Lust und Liebe, der hat sich zum Beherrscher eurer Seelen aufgeschwungen. Das stählerne Korsett ihrer Ordnung presst euch die Seele aus. Hierauf beruhen weite Teile eurer Zivilisation und hierin findet sich ebenso der Keim ihrer Entartung. Denn dieser Weg ist unvermeidbar. Wenn das Licht der Wahrheit und die Flamme der Göttin Lust und Liebe in euch zum Erlöschen kommt, seid ihr nur noch Sklaven. Daher wisse und handele danach: wenn die anderen in eurer Seele die Grenzen überschreiten und, nach Glück zu streben, euch verbieten und die Würde rauben, dann bindet auch kein gesetztes Recht mehr. Der Staat verkehrt mit euch nur begrifflich, in Abstrakta verkündet er euch die verbindlichen Befehle. Doch das Abstrakte gerinnt dort zum Konkreten, wo es sich durchsetzen muss und verliert dabei jede Verbindlichkeit. Denn nunmehr unterliegt es der Herrschaft deines Gewissens und damit der Wahrheit, die der Göttin Licht verkündet.TdW13 @ Karsten Cascais
Freitag, 23. Oktober 2009
Nur die Freiheit hält den Normen stand
Alles, was auf Kommunikation beruht, bedarf der Form, wie die der Sprache, von Gesten und anderen Symbolen. Denn ohne Form gäbe es keine Verständigung. Somit umgibt den Menschen eine Welt von Formen. Kein Gedanke wäre dem anderen verständlich, kein Gefühl, keine Geste, würden sie nicht mittels Formen übermittelt. Ohne Absprachen, Gemeinsames zu bestimmter Zeit an bestimmtem Ort in bestimmter Weise zu bewirken, gäbe es keine Gesellschaft, keinen Staat, keine Kultur. Nichts wäre ohne Formen, noch nicht einmal das Leben. Denn auch dieses bildete sich erst, als einzelne Zellen begannen sich zu formen, mitzuteilen und sich aufeinander einzustellen und eine bestimmte Form zu finden, in denen sie sich künftig unterrichteten, ausgelöst von dem Wechsel von Tag und Nacht, des Lebens erste Regel, die alles Lebende noch heute durch den Schlaf erfährt. In den Formen findet sich die Regel, die Formen sind die Glieder der Regel, wenn diese von einer Form zur anderen schreitet. Die Regel garantiert die Zuverlässigkeit des Ablaufs der Prozesse, die das Leben bilden, und damit auch die Verlässlichkeit. Die Natur agiert in Netzen, Zellen und Zellverbänden, Organe und biologische Organisationen und setzt nie auf ein einziges Glied allein, jedes ist für vieles zuständig, für das eine mehr und für das andere weniger, aber immer etwas. So begründet die Natur stets von neuem alles Werden und solange sie es tut, werdet ihr da sein. Ohne Verlässlichkeit der hierbei erforderlichen Beiträge der beteiligten Zellen, deren Verbände und Organisationen käme nichts zustande. Dies konnte der Mensch der Natur sehr rasch entnehmen und wandte für das eigene Zusammenleben keine anderen Prinzipien an. Regeln bestimmten sein Verhalten, wenn er mit anderen zusammenwirkte, manche Regelhaftigkeit schwappte auch von der Natur herüber. Das Zusammenwirken und die hierzu gebildeten Absprachen und die erforderliche Information jedoch wurden abstrakter und die Regel wandelte sich zur Norm. War die Regel im sie befolgenden einzelnen Menschen eine psychische Tatsache, wurde sie als abstrakte Norm zum reinen Begriff, einer abstrakten Information für eine oft unüberschaubare Vielzahl von Fällen und Beteiligten, ein fiktives Sein. Wie alles Abstrakte fehlte ihr ab nun der unmittelbare reale Bezug, ihre Umsetzbarkeit wurde von abstrakten Grundsätzen der Logik und der kollektiven Erfahrung bestimmt – wenn überhaupt, aber auch vom Willen derjenigen, die das Abstrakte schufen. Das Abstrakte ist definiert durch Punkte und nicht durch Netze, so verband die Norm auch nur in dieser Dimension die Positionen. Sie kennt nur eine Lösung, nur ein Ja oder ein Nein, niemals aber beides. Zum Inhalt konnte sie nun alles haben, losgelöst von ihrem Vollzug im Konkreten, wo sie im Einzelnen sich zurück in eine Regel hätte verwandeln müssen. Der Vorteil aber, bei ihrer Anwendung Verlässlichkeit zu schaffen, kommt der Norm nicht weniger als der Regel zu. Auch Formen halten die Norm zusammen, bzw. in Formen nur kann sie zum Einzelnen gelangen, um im Konkreten umgesetzt zu werden. Als Norm droht sie indes latent, die Regel zu degenerieren. Denn so abstrakt die Norm auch ist, um so abstrakter sind ihre Formen und der Einzelne, der sich im Umgang mit den anderen ihrer bedienen will, ist weitgehend dieser Abstraktion ausgeliefert, einer Abstraktion, die von anderen kommt und keineswegs die natürliche Verständlichkeit der Regel in sich trägt. So erstarrt dem Einzelnen sein Umfeld in abstrakten Normen und er wäre längst verloren, wenn es nicht seine Freiheit gäbe. Je lückenloser aber die Abstraktheit aller Normen in konkrete Regeln, die den Einzelnen bestimmen, umgesetzt wird, umso mehr wird seine Freiheit bedroht. Denn je größer die Effizienz von Normen, umso größer ihre Bedrohung und umso wahrscheinlicher ihr Missbrauch. Dies lehrt die Geschichte seit je, wird aber in Zukunft ungeahnte Dimensionen annehmen. Auch ohne diese Gefahr bedrohen die Normen die Individualität des Einzelnen durch erstarrte Konvention und gesellschaftliche Korrektheit. Jede Norm ist daher nur zu ertragen, weil es die Freiheit gibt. Ein jede Form ist unvermeidlich, ohne Regeln gäbe es kein Leben und ohne Normen keine Gesellschaft, jedoch ist alles nur erträglich, wenn es auf den einzigen wahren Punkt allen Lebens gerichtet ist, das ist die Seele eines jeden Einzelnen, im Bewusstsein, wo die Wahrheit siedelt und der Göttin Licht ihm die Richtung weist, nach seinem Glück zu streben. Jedes andere Ziel, vor allem die großen abstrakten und sich absolut gebenden Ideen können keine Form und keine Norm vor dem Leben begründen. Nur was dem Leben dient, kann auch als Norm Bestand haben, etwas, was für jede Regel selbstverständlich ist. Hier gibt allein die Wahrheit den Maßstab und die Wahrheit sitzt in jeden Menschen tief gegründet. Sie hilft den Menschen, all die ihn umschwirrenden Formen zu sortieren danach, was seiner Seele und dem Leben eines jeden Einzelnen dient und was anderen nur zu nutzen bestimmt ist. Das innere Feuer, das einst die Göttinnen zündeten, um dem Werden in der Welt durch ihre Kraft die Richtung zu geben, lodert überall und garantiert allein des Menschen Freiheit. Und das allein spiegelt das Absolute aller Wahrheit, woran ein jedes Abstrakte, Erfundene, Fiktive und Erdachte zu messen ist. Nur wenn der Mensch seine Freiheit wahrt, wird er nicht von den Formen und den Normen, die andere absichtlich für ihn bereiten, erdrückt werden.TdW12 @ Karsten Cascais
Mittwoch, 21. Oktober 2009
Mit Schuld und Form gegen das Leben
Der Preis der Freiheit ist die Schuld. Die Kehrseite der Freiheit ist die Verantwortung, die Verantwortung aber erfährst du durch Schuld, wenn du deine Verantwortung nicht recht wahrgenommen hast. Bei allem was du tust, unterliegst du dem Wechsel von Irrtum und Korrektur, das heißt, Fehler zu machen, ist dein Schicksal. Daher gibt es keine Freiheit ohne Schuld, denn anderenfalls müsstest du ohne Fehl und Tadel sein. Ohne Fehl und Tadel aber ist nur die Wahrheit, das ist im Reich der Göttin, dort wo nicht mehr nach dem Warum, dem Woher, dem Wohin, nach keinem Grund und auch nicht nach Raum und Zeit gefragt wird. Der Mensch hat hiervon allenfalls nur eine Ahnung, wenn er dem Weg der Wahrheit folgt, und ein Gefühl in den Sekunden, wenn er am Rausch der Göttinnen teilhat mit deren in die Welt gebrachten Lust und Liebe. Weder für den Weg der Wahrheit, noch für das Glück, wenn er es denn erlebt, benötigt der Mensch seine Freiheit. Diese ist vielmehr darauf gerichtet, nach Glück und damit nach der Wahrheit zu streben. Die Freiheit ermöglicht ihm aber erst dieses Streben und das Streben selbst ist mit allen dort verfolgten Wegen voll des Irrtums und die Schuld lässt dies dem Menschen immer wieder spüren. Freiheit weist stets zu den anderen. Niemand ist frei, gegen den Plan, den die Natur für sein Leben vorhält, sich zu entscheiden. Die natürlichen Bedingungen des Lebens ermöglichen dem Menschen zwar, frei zu sein, aber nicht, die Bedingungen wiederum frei zu beherrschen. Nun gibt es Lehren und Dogmen der Enthaltsamkeit, des Fastens und der sexuellen Abstinenz, denen zu folgen angeblich der Mensch sich frei entscheiden kann. Essen und sexuelle Teilhabe sind ebenso Bedingungen des biologischen Lebens wie zu atmen, zu trinken und wieder auszuscheiden. Würde man die Forderungen der Enthaltsamkeit auch hierauf erstecken, träten die absurden Folgen, das Leben zu zerstören, statt es zu ermöglichen, unverzüglich auf, beim Atmen nach Minuten, beim Trinken nach Tagen und beim Ausscheiden wohl nicht viel später. Bei den Zielen des Fastens und der Enthaltsamkeit dauert die Zerstörung länger, tritt oft nach Wochen, Monaten oder gar Jahren ein, aber sie sind nicht weniger gegen die Bedingungen des Lebens gerichtet. Was aber den Bedingungen des Lebens entgegen gerichtet ist, ist per definitionem krank. Mit dieser Krankheit infizieren die, die selbst herrschen wollen, um ihre eigenen Ziele und Interessen allen voran zu verfolgen, die anderen, indem sie den Mechanismus der Schuld missbrauchen und den Menschen vormachen, dass sie, wenn sie entgegen den ihnen als moralisch getarnten Forderungen doch den Bedingungen des Lebens folgen (und essen und nicht enthaltsam sind und auch noch nach eigenem Glück streben), große Schuld auf sich laden. Schuld aber kann es nur dort geben, wo Freiheit herrscht und niemals bei den Bedingungen des Lebens. Die falsche Schuld aber wird erzeugt durch in der Gesellschaft erhobene abstrakte Forderungen, irreal wie alles Abstrakte, die aber auf dem Weg zum Einzelnen erstmals auf das Konkrete treffen und dort scheinbare Realität annehmen, scheinbar, da sie –das liegt bereits in ihrer Absicht- vom Einzelnen nicht erfüllt werden können. Ohne aber auf die Wahrheit, die im Einzelnen sitzt, zu hören, kann der Einzelne sich diesem Mechanismus kaum wiedersetzen. Durch die hierbei erzeugte falsche Schuld indessen wollen die anderen von außen bis zum Gewissen des Einzelnen vordringen und damit die Stimme, die die Wahrheit in ihn erheben könnte, unterbinden. Deswegen wisse: keine Schuld kann dich jemals belasten, die nicht aus deiner Freiheit entstanden ist. Deiner Freiheit unterliegt aber nur das Mögliche, ihr unterliegen aber nicht die Bedingungen, denen sie selbst erst entspringt. Bedingungen, die nur gestellt werden, um dich zu beherrschen, und die sich deinem Leben widersetzen, können nur diejenigen schuldig machen, die sie schaffen. Dieses Spiel mit deiner Schuld, wenn andere in dich dringen, wiederholt sich, wenn du nach außen wirkst. Denn dort bedarf alles, was du in Bezug auf andere tust, der Form. Und auch hier gilt, wie keine Freiheit ohne Verantwortung nach Innen, keine Freiheit ohne Form nach Außen. Tief in dir brodelt das Chaos deiner Gefühle und Begierden, bildest du einen Willen und willst ihn anderen entgegensetzen, wird das Chaos nach und nach in dir geformt und es tritt in einer solchen Form nach außen, die den anderen bekannt ist. Nur so begründet ihr Kommunikation. Nur über Formen, über deren Bedeutung ihr euch untereinander abgesprochen habt, könnt ihr euch begegnen und anders nicht verständigen. In den Formen selbst ist nichts von der Wahrheit, auch nichts von Freiheit und ebenso nichts vom Glück. Sie können allerlei Gestalt und aus allerlei Substanz sein, wichtig ist nur, dass es sie gibt und ihr wisst wieso und warum. Bedeutung erlangen die Formen nur dadurch, dass sie eines jeden Freiheit formen und sie so alle, die beteiligt sind, auf einen Nenner bringt. Diese Beliebigkeit der Formen machen sie offen für jeden Missbrauch. Denn jeder, der sie vorfertigt und gestaltet, kann dort weit mehr von seinem eigenen Willen schon hineinlegen, als für die, die sie später nutzen, überhaupt erkennbar ist. So wird von den einen über andere Macht entfaltet, indem diese sich Dritten von vornherein nur in bestimmter Weise mitteilen können, ohne dass ihr innerer Wille übersetzt werden würde. Keine Freiheit ohne Form und keine Form ohne Freiheit, ohne Freiheit erstarren die Formen und das Zusammenleben, ohne Formen entartet die Willkür, die die Freiheit speist. Wohl aber ist die Form um der Freiheit willen da und nicht die Freiheit wegen der Form. Wenn Formen, weil sie nicht den Einzelnen und ihren Äußerungen genügen, die Einzelnen wegen unkorrekten Verhaltens schuldig machen wollen, dann kehrt tief in euch und sucht die Wahrheit und ihren Rat. Formelles müsst ihr anerkennen, aber nicht des Formellen wegen, sondern weil nur so der Weg zu den anderen begehbar ist. Wird das Formelle selbst zum Inhalt, treibt man mit euch das gleiche Spiel mit eurer Schuld, wie wenn man in euch dringt, um eurer Gewissen gleichzuschalten. Deshalb steht alles im Zusammenhang mit dem Heiligtum der Sieben Göttinnen. Denn wenn ihr deren Macht in Form ihrer Lust und Liebe erfahrt, dann wappnet ihr zugleich eure Seele, der man weder durch trojanisierte Ideen, noch durch künstlich konstruierte Schuld und auch nicht durch starre vorgefertigte Formen die Freiheit nehmen und den Blick in das Geheimnis allen Lebens verdunkeln kann. Dieser Blick in die wahren Gründe allen Lebens und deren Ursache macht euch und eure Seelen frei und enthüllt jedes andere dem Leben feindliche Bestreben.TdW11 @ Karsten Cascais
Montag, 19. Oktober 2009
Der Göttin Dienst kennt keine Bescheidenheit
Von erzeugter Schuld
Unter den Bescheidenen sollst du auch bescheiden sein, unter den Raffgierigen ist es nur Feigheit. Denn wer sich selbst von vornherein beschränkt und bescheidet, der wird verdrängt. So ist das Leben. Selbst in eurem Körper wird jeder Eindringling, wie Viren oder Bakterien, sogleich vernichtet, nur weil sein Gesicht unbekannt ist. Und jeder der heute lebt, tut dies nur deswegen, weil er überlebt hat und alles, was heute ist, hat sich anderen gegenüber als überlegen durchgesetzt. Denn alles ist stets ein Kampf gegen den eigenen Mangel und den Irrtum. Um sein täglich Brot musste er immer kämpfen und sich zur Verteidigung dessen, was er hatte, zur Wehr setzen. Wer dort nicht teilnimmt, findet nur die Plätze, die übrig bleiben und die Letzten beißen die Hunde. Deswegen findet ihr unter den Menschen immer noch Mord- und Totschlag und werdet es auch noch recht lange finden. Um Frieden unter euch müsst ihr euch ständig bemühen und aus diesem Grund schließt ihr euch zusammen, um Sicherheit und Frieden gegenseitig zu gewährleisten. Euer Kampf ums Überleben wandelt sich dort zum Wettbewerb und solange dieser herrscht, müsst ihr nicht mehr um euer Leben fürchten. Das kann sich aber sehr schnell ändern, wenn der Verbund zerbricht, selbst ganze Staaten im Handstreich auseinanderbrechen und der Wettbewerb ums Leben erneut entbrennt und wer dort nicht gewinnt, ist wirklich tot. Gruppen kämpfen gegeneinander, Landstrich gegen Landstrich, Städte gegen Städte, Dörfer gegen Dörfer, die auf der einen Seite des Flusses wohnen gegen die, die auf der anderen Seite leben, Straße gegen Straße und bald kämpfen die mit ungerader Hausnummer gegen die mit gerader Nummer und dir wird klar, der Wolf sitzt immer noch inmitten des Menschen. Dann weißt du, was Sicherheit bedeuten kann und nicht weniger der Friede und mancher Mangel und auch Irrtum ist es nicht wert, sie deswegen zu riskieren. Dies verleitet zur Bescheidenheit, um die eigene Kraft zu zähmen. Doch auch die anderen, die dich nicht weniger beherrschen wollen, wissen das und in den sichersten Verbänden reißen im Dunkeln viele Wölfe im Schafsfell, dir gegenüber aber geben sie vor, dass dies der Preis deiner Sicherheit sei. So können Minderheiten die Mehrheit und Mehrheiten die Minderheit trefflich unterdrücken. Denn ein Staat allein verhindert nie, dass der Einzelne nicht gefressen wird, nur reißen ihn jetzt ganze Rudel wohl organisierter Wölfe. Um euch zu beherrschen und eurer Kraft zu berauben, benötigt man keine Gitter und Ketten, diese legt man euch in euren Seelen an, indem man euch schuldig macht, ganz gleich was und wie ihr etwas tut. Zuerst lehrt man euch, dass ihr nichts vermögt, ohne der Hilfe anderer, so dass ihr der anderen Anleitungen bis in jede Einzelheit akzeptiert. Sind es doch die anderen, die dich leben und nach deinem Glück streben lassen. Dann überziehen dich die anderen mit Regeln und Vorschriften, die einzuhalten dir unmöglich ist, so dass du dich unversehens bei allem, was du tust, in Schuld verstrickst. Sie lassen dich aber mit deinem schlechten Gewissen gewähren, zudem sind ihre Regeln so, dass du tatsächlich nicht gehindert bist, doch voranzuschreiten, denn schließlich wollen sie von deinen Früchten leben. Die dir erzeugte Schuld und das entsprechende schlechte Gewissen garantieren, dass du bereitwillig dich ihnen unterwirfst, zudem können sie dich doch jederzeit verurteilen. Das ist ihr System und du findest es überall bestätigt, schaue dich um, ein jeder der etwas Besonderes schafft, verletzt irgendwelche Regeln. In Schuld verstrickt küsst ihr euren Peinigern aus Dankbarkeit die Füße. In der Moral treiben sie es nicht anders, vielleicht noch etwas dreister. Schuldig werdet ihr bereits geboren und in Schuld verstrickt ihr euch unweigerlich das ganze Leben, denn einen Teil des Lebens hat man kurzer Hand zur Sünde erklärt. Kaum hatten in Rom die Christen Oberhand, bekämpften sie des Menschen Geschlechtlichkeit und machten einen ganzen Teil der menschlichen Natur zur Erbsünde, ein Trick bei den Religionen und Weltanschauungen auf der ganzen Welt überaus beliebt. Man hätte genauso gut die Gier des Menschen, zu essen oder auch zu trinken, zur Sünde erklären können, denn auch bei diesen Trieben hätte von Anbeginn festgestanden, dass der Mensch nach seiner Natur dem nicht folgen kann. Nach anfänglichem Irrweg, der das Himmelreich nur den vollends Keuschen zugestand (wo wären die künftigen Heiligen dann hergekommen?), erlaubte man die Begattung des angetrauten Weibes zur Zeugung von Kindern, mehr um der Erbschuld Last willen nicht, zudem ohne der dabei empfundenen Lust den Beigeschmack des Verwerflichen zu nehmen und dabei das Weib wegen des zweifelhaften Vergnügens, das sie dem Manne dabei bot, in ihrer Wertschätzung zu erniedrigen. Damit hatte man ein Monstrum zur Erzeugung von Schuld und Gehorsam geschaffen, die unvermeidbare Natur wurde zum Bösen erklärt, das vermeidbare Dogma zum Guten, mit einer Hand legte man in Form der Erbsünde jedem- für ihn unvermeidbar- eine Schuld auf, die man mit anderer Hand gegen totaler Unterwerfung bereit zu lockern war, der Herrschende war sich der unabänderlichen Sündhaftigkeit des Beherrschten gewiss. Welche Last luden sie dabei dem Menschen auf! Groß genug, ihn willfährig zu halten. Die Göttinnen aber mit ihrer Lust und Liebe, die sie den Menschen brachten, um sein Leben erst zu schaffen, um seinem Streben nach seinem Glück ein Ziel zu geben, wurden zu scheinbar schändlichen Kupplerinnen degradiert. Nichts dem Leben Feindlicheres ist vorstellbar. Der Göttin Gnade wurde in ihr Gegenteil verkehrt. Und dann wundern sich die Menschen über hunderte Millionen von Opfern, die ihre Ideologien brachten, über Völkermord, Scheiterhaufen und Sklaverei, über Terroristen, die das eigene Leben vernichten, über Massen von bei Geburt getöteter oder später verunstalteter Töchter, über von Priestern und in den Gotteshäusern gesegnetes Leid und Elend, in die mit Absicht die Menschen gestürzt wurden. Das soll das Leben sein, das ihr um Gottes Willen lebt! Begreift ihr jetzt, was es heißt, dass die Göttinnen zurückkehren, damit die Lust und Liebe, die sie vor langer Zeit, als sie mit ihrem Körper nur die Erde streiften, dorthin brachten, wieder dem Leben dienen. Weder beim Leben noch bei der Liebe, weder bei der Wahrheit noch bei der Lust und ebensowenig beim Glück gibt es eine Bescheidenheit, wenn ihr der Göttin dient.TdW10 @ Karsten Cascais
Unter den Bescheidenen sollst du auch bescheiden sein, unter den Raffgierigen ist es nur Feigheit. Denn wer sich selbst von vornherein beschränkt und bescheidet, der wird verdrängt. So ist das Leben. Selbst in eurem Körper wird jeder Eindringling, wie Viren oder Bakterien, sogleich vernichtet, nur weil sein Gesicht unbekannt ist. Und jeder der heute lebt, tut dies nur deswegen, weil er überlebt hat und alles, was heute ist, hat sich anderen gegenüber als überlegen durchgesetzt. Denn alles ist stets ein Kampf gegen den eigenen Mangel und den Irrtum. Um sein täglich Brot musste er immer kämpfen und sich zur Verteidigung dessen, was er hatte, zur Wehr setzen. Wer dort nicht teilnimmt, findet nur die Plätze, die übrig bleiben und die Letzten beißen die Hunde. Deswegen findet ihr unter den Menschen immer noch Mord- und Totschlag und werdet es auch noch recht lange finden. Um Frieden unter euch müsst ihr euch ständig bemühen und aus diesem Grund schließt ihr euch zusammen, um Sicherheit und Frieden gegenseitig zu gewährleisten. Euer Kampf ums Überleben wandelt sich dort zum Wettbewerb und solange dieser herrscht, müsst ihr nicht mehr um euer Leben fürchten. Das kann sich aber sehr schnell ändern, wenn der Verbund zerbricht, selbst ganze Staaten im Handstreich auseinanderbrechen und der Wettbewerb ums Leben erneut entbrennt und wer dort nicht gewinnt, ist wirklich tot. Gruppen kämpfen gegeneinander, Landstrich gegen Landstrich, Städte gegen Städte, Dörfer gegen Dörfer, die auf der einen Seite des Flusses wohnen gegen die, die auf der anderen Seite leben, Straße gegen Straße und bald kämpfen die mit ungerader Hausnummer gegen die mit gerader Nummer und dir wird klar, der Wolf sitzt immer noch inmitten des Menschen. Dann weißt du, was Sicherheit bedeuten kann und nicht weniger der Friede und mancher Mangel und auch Irrtum ist es nicht wert, sie deswegen zu riskieren. Dies verleitet zur Bescheidenheit, um die eigene Kraft zu zähmen. Doch auch die anderen, die dich nicht weniger beherrschen wollen, wissen das und in den sichersten Verbänden reißen im Dunkeln viele Wölfe im Schafsfell, dir gegenüber aber geben sie vor, dass dies der Preis deiner Sicherheit sei. So können Minderheiten die Mehrheit und Mehrheiten die Minderheit trefflich unterdrücken. Denn ein Staat allein verhindert nie, dass der Einzelne nicht gefressen wird, nur reißen ihn jetzt ganze Rudel wohl organisierter Wölfe. Um euch zu beherrschen und eurer Kraft zu berauben, benötigt man keine Gitter und Ketten, diese legt man euch in euren Seelen an, indem man euch schuldig macht, ganz gleich was und wie ihr etwas tut. Zuerst lehrt man euch, dass ihr nichts vermögt, ohne der Hilfe anderer, so dass ihr der anderen Anleitungen bis in jede Einzelheit akzeptiert. Sind es doch die anderen, die dich leben und nach deinem Glück streben lassen. Dann überziehen dich die anderen mit Regeln und Vorschriften, die einzuhalten dir unmöglich ist, so dass du dich unversehens bei allem, was du tust, in Schuld verstrickst. Sie lassen dich aber mit deinem schlechten Gewissen gewähren, zudem sind ihre Regeln so, dass du tatsächlich nicht gehindert bist, doch voranzuschreiten, denn schließlich wollen sie von deinen Früchten leben. Die dir erzeugte Schuld und das entsprechende schlechte Gewissen garantieren, dass du bereitwillig dich ihnen unterwirfst, zudem können sie dich doch jederzeit verurteilen. Das ist ihr System und du findest es überall bestätigt, schaue dich um, ein jeder der etwas Besonderes schafft, verletzt irgendwelche Regeln. In Schuld verstrickt küsst ihr euren Peinigern aus Dankbarkeit die Füße. In der Moral treiben sie es nicht anders, vielleicht noch etwas dreister. Schuldig werdet ihr bereits geboren und in Schuld verstrickt ihr euch unweigerlich das ganze Leben, denn einen Teil des Lebens hat man kurzer Hand zur Sünde erklärt. Kaum hatten in Rom die Christen Oberhand, bekämpften sie des Menschen Geschlechtlichkeit und machten einen ganzen Teil der menschlichen Natur zur Erbsünde, ein Trick bei den Religionen und Weltanschauungen auf der ganzen Welt überaus beliebt. Man hätte genauso gut die Gier des Menschen, zu essen oder auch zu trinken, zur Sünde erklären können, denn auch bei diesen Trieben hätte von Anbeginn festgestanden, dass der Mensch nach seiner Natur dem nicht folgen kann. Nach anfänglichem Irrweg, der das Himmelreich nur den vollends Keuschen zugestand (wo wären die künftigen Heiligen dann hergekommen?), erlaubte man die Begattung des angetrauten Weibes zur Zeugung von Kindern, mehr um der Erbschuld Last willen nicht, zudem ohne der dabei empfundenen Lust den Beigeschmack des Verwerflichen zu nehmen und dabei das Weib wegen des zweifelhaften Vergnügens, das sie dem Manne dabei bot, in ihrer Wertschätzung zu erniedrigen. Damit hatte man ein Monstrum zur Erzeugung von Schuld und Gehorsam geschaffen, die unvermeidbare Natur wurde zum Bösen erklärt, das vermeidbare Dogma zum Guten, mit einer Hand legte man in Form der Erbsünde jedem- für ihn unvermeidbar- eine Schuld auf, die man mit anderer Hand gegen totaler Unterwerfung bereit zu lockern war, der Herrschende war sich der unabänderlichen Sündhaftigkeit des Beherrschten gewiss. Welche Last luden sie dabei dem Menschen auf! Groß genug, ihn willfährig zu halten. Die Göttinnen aber mit ihrer Lust und Liebe, die sie den Menschen brachten, um sein Leben erst zu schaffen, um seinem Streben nach seinem Glück ein Ziel zu geben, wurden zu scheinbar schändlichen Kupplerinnen degradiert. Nichts dem Leben Feindlicheres ist vorstellbar. Der Göttin Gnade wurde in ihr Gegenteil verkehrt. Und dann wundern sich die Menschen über hunderte Millionen von Opfern, die ihre Ideologien brachten, über Völkermord, Scheiterhaufen und Sklaverei, über Terroristen, die das eigene Leben vernichten, über Massen von bei Geburt getöteter oder später verunstalteter Töchter, über von Priestern und in den Gotteshäusern gesegnetes Leid und Elend, in die mit Absicht die Menschen gestürzt wurden. Das soll das Leben sein, das ihr um Gottes Willen lebt! Begreift ihr jetzt, was es heißt, dass die Göttinnen zurückkehren, damit die Lust und Liebe, die sie vor langer Zeit, als sie mit ihrem Körper nur die Erde streiften, dorthin brachten, wieder dem Leben dienen. Weder beim Leben noch bei der Liebe, weder bei der Wahrheit noch bei der Lust und ebensowenig beim Glück gibt es eine Bescheidenheit, wenn ihr der Göttin dient.TdW10 @ Karsten Cascais
Freitag, 16. Oktober 2009
Von Ideen als Trojaner der Vernunft
Ihr unterschätzt eure Macht gegenüber den Herrschenden symptomatisch, weil ihr glaubt, es sei deren Macht, die euch schutzlos macht, und nicht erkennt, dass es allein die Angst und Furcht vor deren Macht ist, der ihr euch selbst unterwerft. Die Mächtigen, die euch beherrscht haben und auch heute weiterhin beherrschen, gewinnen ihre Macht allein dadurch, dass möglichst viele sich ihr unterworfen wähnen. Denn physische Macht kann man nur im Einzelfall ausüben, durch den Soldaten, der die Waffe erhebt, den Polizisten, der einen Menschen abführt, um ihn wegzusperren, durch einen Funktionär des Staates, der dessen Verfügung mit Gewalt durchsetzt. Dies aber kann niemals allen gegenüber erfolgen, noch nicht einmal gegenüber zehn Prozent der Untergebenen, wahrscheinlich bräche das System der Mächtigen bereits zusammen, wenn es gerade 1 % wären, die ihr den Gehorsam verweigern, und weit weniger als 1 Promille brächten mit Gegengewalt die Macht der anderen sogleich zum Wanken. Es ist allein das Beispiel der Bedrohung, dass Macht über andere verschafft, das Symbol des Übels, das man denen zufügt, die sich verweigern. Und alle anderen folgen den Herrschern wie freiwillig. Erst hierdurch wird die Macht der anderen begründet. Erst wenn die Bedrohung ihres physischen Vollzugs enthoben ist, entfaltet sie ihre volle Wirkung. Somit wisset, es ist immer an euch, wenn ihr euch missbrauchen lasst. Natürlich ist nicht jede Strafe, die euch bedroht, vom Bösen, oft droht sie allein deswegen, weil ihr Böses tut. Deswegen kommt es auf die in euch wirkende Wahrheit an, die alles überprüft, was man von euch will. Sie kann euch durchaus sagen, wie ihr zusammenwirken sollt, euch der Herrschaft zu entziehen. Daher müsst ihr die Wege genau kennen, wie andere es schaffen, über euch selbst solche Macht auszuüben, dass ihr sogar freiwillig in euren Tod rennt. Sei dir des Weges der Erkenntnis bewusst! Alles was du wahrnimmst, dringt über deine Sinne zu dir, erscheint vor deinem inneren Display und wird dort gefühlt, zusammen mit dem, was bereits in dir ist. Hieraus bildest du deine Wahrnehmung. In dem was du von draußen wahrnimmst, steckt weit mehr, als du ahnst, von dem, was schon lange in dir ist. Das Chaos des Wahrgenommenen wird geordnet, mit dem verglichen, was sich dazu in dir einstellt, in Begriffe gestanzt und zu Systemen verbunden, so entstehen deine Bilder, Vorstellungen und hierauf gründest du schließlich auch deinen Willen. Das, was in dir ist oder war und das Wahrgenommene formt und dich erst zur Erkenntnis bringt, ist schwer von dem zu unterscheiden, was allein in deinen Sinnen liegt. Das weiß auch ein jeder, der dich beherrschen will, um dich dazu zu bringen, gleichsam freiwillig zu tun, was sie von dir wollen. So agitierten die Herrscher seit je, auch heute, wo sie sich von euch sogar noch wählen lassen. Zu diesem Zweck schaffen sie Ideen, das sind abstrakte Anweisungen an dich, wie du etwas wahrnehmen und beurteilen, auch bewerten sollst, wenn du allein für dich entscheidest. Das Besondere der Ideen ist, dass sie behaupten, Teil der Wahrheit zu sein, somit nicht mehr der Begründung bedürfen, sondern kraft ihrer Wahrhaftigkeit anzuwenden sind. Tief in eurer Seele, in eurem Verstand, dort wo an sich allein die in jedem von euch sitzende Wahrheit wirkt, versuchen sie auch die Ideen einzupflanzen. Diese Ideen wirken wie Trojaner, die im Prozess deiner Entscheidungen ihre dort gehorteten Informationen ausschütten und sich vor anderen Informationen, die aus deinem eigenen Schatz stammen oder die du auch mit der Wahrheit finden könntest, stellen und sie so bei deiner Entscheidung verdrängen. Sie behaupten von der Wahrheit zu sein und an der Wahrheit kann man nicht zweifeln. Und so schickte die Idee vom Vaterland Millionen in den Tod, der Glaube an Gottes Gnade Millionen ins Elend und Hunderttausende auf die Scheiterhaufen, so opferten endlose Massen ihr Leben als Sklaven auf aus Liebe, Treue und Solidarität. Nicht dass dir verboten sei, einem Verbund zu dienen, den ihr Vaterland nennt, in Gottes Gnade zu vertrauen, dass sie dich erleuchte oder zu lieben, treu zu sein und Solidarität zu üben. Doch entscheide dich erst, wenn du mit der Wahrheit in dir zu Rate gegangen bist, und nicht weil dich die Trojaner mit ihren Ideen vom Guten und Schönen und der Gerechtigkeit, von Vaterland, Staat und Solidarität und selbst von Gott, der dir von anderen gebracht wird, keine andere Wahl lassen. Denn in ihrer Natur liegt es allein, deine Vernunft zu vergiften und sie mit Informationen zu infizieren, um dein Erkenntnisvermögen zu trüben, um deine eigenen Entscheidungen abzuschneiden und deine eigenen Gedanken gar nicht erst an dem Prozess deiner Erkenntnis teilhaben zu lassen. Keineswegs alles muss dabei von Nachteil für dich sein, nur musst du wissen, wie alles Fremde in dir wirkt. Die Gemeinschaft, deren Teil du bist und die dir ebenso gegenübersteht, heute spricht man nur vom Staat, ist ein Wesen, dass ausschließlich von abstrakter Information lebt. Nur du lebst in dir im Konkreten, mit jedem einzelnen Gefühl und Gedanken, nur die einzelne Erscheinung erlangt in dir Bedeutung. Du ordnest alles und verbindest es und die Sprache bringt alles in eine Form, die du anderen mitteilen kannst. Sobald dein Wissen dich verlässt, wird es zum Abstrakten, nur in dieser Form können andere es aufnehmen, nur in dieser Form kannst du andere verstehen. Du kannst mit anderen gemeinsam essen und trinken, Mann und Frau können ihr Geschlecht vereinen, alles von emotionalen Gesten begleitet, das alles ist konkret. Sobald ihr aber euch der Sprache bedient, verwendet ihr definierte Symbole und ihr beginnt eine abstrakte Welt zu errichten, von der ihr abgesprochen habt, sie wie eine Realität zu betrachten. Sollen euch Informationen, die ihr diesem abstrakten Gebilde, wie es ein Staat ist, zuordnet, erreichen, kann es nur in abstrakter Form geschehen. Nichts aber ist in der Welt abstrakter als die Ideen vom Guten, Schönen und der Gerechtigkeit, Gott ausgenommen, der jedoch erklärtermaßen nicht von dieser Welt ist. Der Staat erscheint euch gegenüber nur im Abstrakten, durch Normen und Fiktionen, die den Anschein seiner Existenz bekräftigen wollen. Aber in Wirklichkeit wird alles nur durch Einzelne geschaffen, die so tun, als ob alles Virtuelle existierte. Denn der Staat kann weder handeln noch entscheiden, das können nur Einzelne. Will der Staat Konkretes, so geschieht dies allein durch Einzelne, die ihr Handeln aber zumeist nach dem Staat benennen. Wenn jemand handelt und wenn entschieden wird, dann sind es immer einzelne Menschen und sie unterliegen dem Wechsel von Irrtum und Korrektur und nichts ist an ihnen wahrhaftiger denn an jedem Einzelnen von euch, mögen sie sich dabei noch so sehr verkleiden. Irrtum wird aber allein durch die Wahrheit korrigiert, die in jedem Einzelnen nur ihre Wohnstatt hat. Daher kann keine Idee sich in den Köpfen der Menschen als Wahrheit festsetzen, es sei denn sie wirkt wie Gift. Sobald sie auf das Konkrete, wie dich, trifft, unterliegt auch sie nur noch den konkreten Wahrnehmungen des einzelnen Menschen, dem Prinzip von Irrtum und Wahrheit. Somit kann keine Idee der Welt dir die Freiheit nehmen, selbst zu entscheiden und über die Wahrheit zu befinden. Fesseln wird man nie aufhören, euch anzulegen, indem man Furcht und Angst in euch erzeugt, weswegen ihr des klaren Lichts der Göttin bedürft, um die Wahrheit stets erneut zu schärfen. Mit ihrer Hilfe entlarvt ihr leicht die scheinbare Kraft der Ideen, wisset aber auch, so wenig allein eine Idee euch verpflichten kann, kann sie euch eure Verantwortung nehmen, die euch die Freiheit auferlegt.TdW9 @ Karsten Cascais
Mittwoch, 14. Oktober 2009
Der Schutz der Freiheit liegt allein im Widerstand
Wer sich nicht verteidigen kann, verliert sein Recht auf Widerstand und damit die Freiheit. Daher begebe dich nie deiner Gewaltoption, der Möglichkeit, deine Interessen auch gewaltsam zu verteidigen. Es ist zwar richtig, dass in der Gewalt niemals die Lösung eurer Probleme liegt und liegen kann, denn jede Gewalt schafft Gegengewalt und die Folgen sind weitaus größer, als die Gründe, die die Gewalt auslösten. Und trotzdem kannst du nicht darauf verzichten, solange andere auf der Welt noch Gewalt gegen andere ausüben. Du kannst nicht frei darüber entscheiden, ob du in den Kreislauf der Gewalt verwickelt wirst. Wirst du es aber, dann musst du dich der Gewalt auch widersetzen können. Und erklärst du allen, auf Gewalt stets zu verzichten, so lädst du alle ein, sich bei dir beliebig zu bedienen. Und erklärst du, niemals und unter keinerlei Umständen auf den Straßen Bomben zu legen, werden Diktatoren ebenso wie linke und rechte Ideologen mit euch leichtes Spiel nur haben. Das entbindet dich aber nicht von deiner Verantwortung, Gewalt zu vermeiden und einen jeden Konflikt ohne sie zu lösen. Auch wirst du weit mehr nach deinen Interessen handeln, wenn du der Gewalt ausweichst, selbst sogar durch Flucht in andere Ordnungen und Verbünde. Dennoch musst du wehrfähig bleiben und in der Lage sein, deinen Widerstand jedem Usurpator der Macht, im Großen wie im Kleinen, entgegenzusetzen. Tut ihr dies alle, wird seine Macht recht schnell gebrochen sein, wenn nicht bereits am Entstehen schon gehindert. Märtyrer verzichten auf Gewalt und opfern dabei ihr Leben auf, ohne an diesem Kreislauf irgendwas zu ändern. Allein dass sie ihren Platz auf den Fahnen der sich weiterhin Bekämpfenden finden. Die Wahrheit wird niemals von euch verlangen, Märtyrer zu sein. Denn im Märtyrer opfert sich das Konkrete dem Allgemeinen auf, der Einzelne einer bloßen Idee. Niemals aber stellt die Wahrheit den Einzelnen zurück hinter das Allgemeine, vielmehr kann alles Virtuelle, und jedes Allgemeine existiert nur virtuell -wenn es es nicht von der Göttin kommt-, ausschließlich dem Einzelnen nur dienen. Zwar wird euch dies ganz anders gelehrt, jedoch dies bloß, um euch fremden Zielen und Interessen leichter unterwerfen zu können. Tatsächlich gelang es in Vergangenheit solchen gezielten Irrlehren, sich sogar soweit zu verfestigen, dass die Menschen nichts anderes mehr kannten und jeder Sklave glaubte, zurecht ein Sklave zu sein, und jeder Gemeine, zurecht gemein zu sein, und jeder Noble, zurecht Land und Flur zu besitzen, aber es war allein die Wahrheit, die dabei in euch über lange Zeit verschüttet war. Denn niemals gehört einem alles und ebenso gehört niemals allen alles. Beides lebt nur von der falschen Wahrheit der Ideen und ihrer Systeme, der Ideologien, von dem Missbrauch, das Virtuelle dem Einzelnen als Konkretes vorzugaukeln. Auch lasst euch niemals auf das Jenseits vertrösten und auch nicht darauf ein, Gott zu geben, was Gottes ist, und dem Kaiser, was des Kaisers ist. Denn darüber zu befinden, was Gottes ist, kann euer Verstand nicht ausreichen und selbst, wenn er es könnte, hättet ihr dafür die ganze Ewigkeit im Jenseits. Im Diesseits aber verbleibt euch nur euer Verstand, um alles zu beurteilen und zu entscheiden, es gibt nichts zu tun, was ihr damit nicht erfasst. Denn alles andere ist Lug und Trug und wird euch nur vorgegeben, um eures Verstandes Schlüsse zu vernebeln. Für euch ist somit alles von dieser Welt und heute haben wir mächtige Staaten, die nicht zögern, daraus zu folgern, dass damit alles des Kaisers ist und sie somit bis in den letzten Winkel eines jeden Einzelnen regelnd eingreifen könnten. In früheren Zeiten hatten die Staaten, Fürsten und Könige auch keinerlei Hemmung einzugreifen und sich zu nehmen, was sie wollten. Nur konnte niemand jederzeit überall sein und jede Regelung war stets die Ausnahme. Es bedurfte zu einer bestimmten Zeit einer bestimmten Person an einer bestimmten Stelle, um dort den Vollzug der Norm zu gewährleisten. Umso wichtiger war es, tief in die Seelen der Menschen einzudringen, um sie selber zum Aufseher über sich selbst zu machen. Heute sehen wir in eine Zukunft, wo sich alle Informationen in jederzeit und jederorts, frei von Zeit und Ort, verfügbare Qualitäten verflüchtigen, wo die Durchsetzung einer Regelung nicht mehr dem Zufall und den weiten Räumen tatsächlich fehlender Kontrolle unterliegen wird. So wie im Körper eines jeden Menschen schon im Stammhirn sämtliche lebendigen, Leben bildenden Vorgänge zusammenlaufen und dort gespiegelt werden, ein Display aller dich erzeugender Abläufe und damit deiner selbst, und von dort aus zugleich nach genetisch vorgegebenen Parametern jederzeit steuernd eingegriffen werden kann, so wird es bald eine ähnliche Instanz in euren Organisationen geben, die so wie euer Stammhirn nichts mehr auslässt zu erfassen, zu überwachen und bei Abweichungen von den Sollwerten unverzüglich einzugreifen und damit den Organisationen etwas wie ein eigenes Leben einzuhauchen. Was ihr an Organisationen zur Bespitzelung der eigenen Bürger kanntet, wird verblassen hinter der neuen Effizienz. Einstweilen werden aber weiterhin Ideen in euch drängen, um euch die rechte Sitte und Moral einzupflanzen, medial vorgegeben, früher zumindest wöchentlich sonntäglich von der kirchlichen Kanzel verkündet, seit mehr als anderthalb Jahrhunderten durch neue Informanten mit noch weitaus subtileren Methoden vorgegeben, euch zu politisch korrektem Verhalten zu determinieren und alles geschieht im falschen Namen der Wahrheit. Die Wahrheit aber ist nicht dort sondern nur in jedem Einzelnen und das wird weiterhin so bleiben, auch wenn es zukünftig dieser Methoden, Ideen in euch abzulegen, gar nicht mehr bedarf, weil die euch dirigierenden Systeme mit ihrem eingehauchten falschen Leben euch unmittelbar zu beherrschen versuchen werden. Euer Widerstandsrecht bleibt weiterhin bestehen und nicht weniger aktuell, auch wenn die Herrschenden nicht mehr der Gewalt durch Gewehre und Bomben bedürfen und ihr in eurer Gegenwehr damit auch nicht mehr allzu viel werdet ausrichten können. So wie die Organisationen mit ihrem falschen Leben euch an die Leine nehmen wollen, werdet ihr euch mit der Wahrheit Hilfe einem jeden dieser Schritte widersetzen. Deswegen kehren jetzt die Göttinnen schon zurück, damit ihr euch dagegen wappnen könnt. Dies könnt ihr aber nur, wenn ihr den Unterschied zwischen dem Leben, das die Göttin euch vermittelt, und dem usurpierten falschen Leben der Organisationen jederzeit erkennt. Deswegen ist es so wichtig, in euch zu erkennen, was des Lebens und damit der Wahrheit und der Göttin und der Liebe, der Lust und des Glückes ist, um euch der fremden Macht zu widersetzen. Denn einen Freiraum, den man euch mangels vollständiger Beherrschbarkeit, lassen muss, wird es nicht mehr geben. Das Raster, das zieht an und wird alle deine Zeit und allen deinen Raum abdecken, wenn du dir die Rebellion nicht vorbehältst. Im Heiligtum der Sieben Göttinnen wird das Raster aber niemals greifen.TdW8 @ Karsten Cascais
Montag, 12. Oktober 2009
Nur die Wahrheit schafft Gerechtigkeit
Um eure Gesellschaften zu gestalten, bedarf es nicht des Tricks, die Emotion der sich in der Seele eines Einzelnen offenbarenden Wahrheit der Gesellschaft als gerechtes Leben vorzugeben, eines Taschentricks, so wie man sich einstmals auf Gottes herrschenden Willen berief, heute die Gerechtigkeit zu bemühen, wenn es gilt, die eigennützige Vernunft außer Kraft zu setzen, um die Ungerechtigkeit, die man anderen zufügt, diesen gegenüber zu begründen. Die Gerechtigkeit bei der Verteilung kann nicht die Ungerechtigkeiten bei der Beschaffung verbergen. Das Zusammenleben gründet auf Vernunft und Normen. Die Vernunft ist eigennützig und die Normen sind vereinbart. Allein um gerecht zu entscheiden, braucht man nicht Gerechtigkeit sondern die Wahrheit. Vieles ergibt sich dann wie von selbst. Denn es ist doch wirklich nicht schwer zu begründen, dass man nicht töten darf, wenn man in einem Verbund von Menschen lebt, der nur durch den Gewaltverzicht aller Mitglieder existieren kann. Und wie sollte der Verbund taugen, wenn er auf Trug und Lüge gründete und du deines Habes und Gutes vor Diebstahl und Raub nicht sicher wärest. Wie sollten deine Kinder dich, wenn sie selber erwachsen sind, achten und lieben, wenn sie mit ansehen mussten, wie du deine Eltern vernachlässigt oder gar misshandelt hast. Und willst du, dass dein Partner, mit dem du lebst und Kinder hast, die Grundlagen eures Lebens ständig in Frage stellt, nur weil sein Trieb ihn zu anderen treibt und er immer neue Befriedigung sucht. Und willst du dessen, was du hast, um dort zu leben, dort zu arbeiten, niemals sicher sein, weil all das auch von jedem anderen von dir als sein Eigen begehrt werden darf. Ein solcher Verbund gewährte wirklich keine Grundlage zum Leben und du tätest besser daran, dich zu bewaffnen, dein Haus zu umwallen und selbst für die Sicherheit der Deinen zu sorgen. Es kann dir somit nur dienen, die Gebote einzuhalten und anderen Beispiel zu geben. Allein hierfür bedarf es keiner Götter, auch keiner sie ersetzenden Gerechtigkeit. Deines Eigennutzes musst du dich niemals schämen. Es ist gut an sich zu denken und nur nach seinem Glück zu streben, denn so wurde der Mensch gemacht und die Natur ist voll davon. Du bist so und alle anderen sind so und wer dies leugnet, will nur sein eigenes Streben deinem überordnen. Auch hiervon ist die Welt voll. Du musst essen und trinken, willst dich vermehren und bei allem Freude haben, den Schmerz indessen meiden. Dazu benötigst du kein Recht, das ist dein Leben, das ein jeder zu achten verpflichtet ist, will er nicht sein eigenes aufs Spiel setzen. Lass dir nicht einreden, dass du anderer Leben zu dienen verpflichtet seist. Du hast keine Aufgaben, anderen zu dienen, und wenn du für deine Kinder sorgst und sie erziehst, dann dienst du nicht ihnen sondern dir allein. Nichts von alledem bedarf einer Gerechtigkeit in der Welt, alles aber bedarf der Wahrheit in dir und damit deiner gerechten Entscheidung. Allein in dir fängt alles an. Gewiss bist du nur deiner Gefühle und deiner Gedanken, schon der Lichtstrahl, der auf deine Netzhaut fällt, wird umgeformt und du erhältst nur ein Abbild von ihm. Deswegen brauchst du die Wahrheit und ihr Licht, um dir nach draußen zu leuchten und dazu gehört auch, dass du gerecht entscheidest, wenn du die Auswirkungen deines Handelns oder Unterlassens auf andere bedenkst. Das ist deine Verantwortung. Um dich dort zu recht zu finden, bist du auch auf die Informationen angewiesen, die von außen in dich dringen und wozu auch das Recht gehört. Jede Norm hat aber den Vorteil der Rechtssicherheit in und an sich, so dass du ihr allein wegen dieses Umstandes folgst, solange ihr Missbrauch nicht erkennbar ist. Alles aber überprüft in dir die Wahrheit, die dir durchaus auch sagt, dich zu deiner Sicherheit und Stütze im Verbund unterzuordnen. Dient das, was man von dir verlangt, aber nicht mehr dir, nicht mehr den Deinen oder anderen, die dir und den Deinen wiederum dienen und auch nicht dem Weg der Wahrheit, sondern nur Einzelnen oder einzelnen Gruppen oder auch der Mehrheit, um Andere oder andere Gruppen auszubeuten, allein um die Zwecke der einen zu Lasten der anderen zu verfolgen, dann gibt es einen Punkt, wo die Wahrheit dir aufgibt, dich zu verweigern und nicht mehr mitzutun. Die Wahrheit wird dir aber nicht erlauben, dir selbst von anderen zu holen, was diese für sich erzeugt haben und von dem du glaubst, hierauf ein dir gegebenes Recht zu haben. Denn jeder Betroffene darf sich verweigern, wenn erst einmal die Grundlagen der Absprachen gebrochen sind. Viel wichtiger, als diesen Punkt genau zu justieren, ist das Wissen um seine Existenz in allen Menschen. Denn ohne ihn würden die Mächtigen, und sei es auch die Mehrheit, selbst die Seele noch aus euch pressen. Deshalb miss alle deine Entscheidungen daran, ob auch dir gegenüber gerecht verfahren werde. Denn je mehr man die Gerechtigkeit von außen dir gegenüber im Munde führt, umso gewisser kannst du sein, dass es allein darum geht, die dir zugefügte Ungerechtigkeit zu verhüllen. Die Gerechtigkeit, von der die anderen reden, wenn sie etwas von dir wollen, soll die Wahrheit in dir substituieren, so dass andere Interessen in dir walten, als wonach du strebst. Sie ersetzt den advocatus publicus in dir durch einen Richter, der seine Urteile schon mit in der Tasche trägt. Dich dem wirkungsvoll zu widersetzen, wird dir aber allein nur mit Hilfe der Göttin und der Wahrheit möglich sein, denn in ihrem Dienst gewinnst du deine Individualität stets von neuem und schöpfst die Kraft, den Angriffen darauf zu trotzen.TdW7/II @ Karsten Cascais
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